Einsatzhundertschaften: Überstunden und marode Dienstgebäude belasten die Polizei

Zahleiche Kundgebungen, Demonstrationen und Feste beschäftigen die Polizei am verlängerten Mai-Wochenende.

Die Einsatzhundertschaften der Berliner Polizei, die für Großeinsätze zuständig sind, leiden unter Überstunden, baufälligen Gebäuden und zwischenzeitlicher Personalnot. Ende 2016 kam die Bereitschaftspolizei mit ihren etwa 1900 Polizisten auf rund 284 000 Überstunden. Pro Kopf sind das etwa 150 Stunden, also ein Monat Arbeitszeit. Das geht aus der Antwort der Senatsinnenverwaltung auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Tom Schreiber hervor. Im Jahr 2010 kam die Bereitschaftspolizei noch auf 191 000 Überstunden.

An den zwei großen Standorten der Einsatzhundertschaften in der Kruppstraße in Mitte und der Ruppiner Chaussee in Heiligensee in Tegel fehlen demnach 73 Millionen Euro für die Renovierung der heruntergekommenen Unterkünfte und Diensträume. In der Kruppstraße stieg der Sanierungsbedarf zuletzt von 35 Millionen Euro (2014) auf 39 Millionen Euro (2016). Auf dem großen Gelände in Reinickendorf wuchs die Lücke von 28,7 Millionen auf 33 Millionen Euro.

Erst mal werden die Berliner Schulen saniert

Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte kürzlich einen Sanierungsstau von einer Milliarde Euro bei der Polizei eingeräumt. Allerdings seien in den nächsten fünf Jahren zuerst die Schulen bei den Renovierungsmaßnahmen dran. Polizei und Feuerwehr könnten erst später folgen.

Aus der Antwort des Senats geht außerdem hervor, dass die Führungsebenen der drei Abteilungen der Bereitschaftspolizei personell gut ausgestattet sind. Bei den Hundertschaften für den Einsatz gibt es dagegen viele unbes...

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