Einschränkungen: Wie eine neue EU-Verordnung den Halbmarathon ausbremst

Eine neue EU-Verordnung hat den Veranstalter des 37. Berliner Halbmarathon vor große organisatorische Herausforderungen gestellt.

Bei der 37. Auflage der Veranstaltung am Sonntag müssen alle Teilnehmer aufgrund der neuen EU-Verordnung 2017/0815 mit starken Einschränkungen rechnen. Das neue Gesetz aus Brüssel regelt die "Nutzung von öffentlichem Straßenland bei Sportveranstaltungen". Die Straßenverordnung sei für alle Teilnehmer bindend, heißt es dort unter anderem. Da auf etlichen Passagen der Strecke ein Tempolimit von 30 Kilometern in der Stunde gilt, werden besonders Skater, aber auch Rennrollstuhlfahrer und Handbiker beeinträchtigt.

" Die Top-Skater sind normalerweise mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 40 Kilometern in der Stunde unterwegs und erreichen in der Spitze bis zu 60 Stundenkilometer", sagte Robert Fekl, Sprecher des Organisators, SCC-Events. "Zudem müssen sich alle Teilnehmer gemäß der neuen Gesetzgebung bei einem Streckenverlauf, der entgegen der sonst üblichen Fahrtrichtung verläuft, auf diesem Streckenabschnitt rückwärts fortbewegen." Rekorde und Bestzeiten seien also am Sonntag nicht zu erwarten.

"Wir waren völlig überrascht und wurden von dem vorgezogenen Inkrafttreten der neuen Verordnung zum 1. April regelrecht überrollt", sagte Fekl. "Bislang war die neue Verordnung für den 1. Oktober avisiert gewesen." Man müsse nun in aller Kürze auch die Streckenplanungen für den BMW Berlin-Marathon, den Avon Frauenlauf, den Velothon und einige weitere Rennen überarbeiten.

Nach Angaben des SCC Events seien beim Berliner Halbmarathon etwa fünf Kilometer der gesamten Strecke betroff...

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