12.000 Beschwerden wegen Fluglärm – von derselben Person

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Es gibt anstrengende Nachbarn, die sich über jeden Ton beschweren. Und dann gibt es eine Person in Dublin, die sich dem Beschweren gegen Fluglärm verschrieben hat.

Eine Aer Lingus-Maschine im Landeanflug auf den Dubliner Flughafen.
Eine Aer Lingus-Maschine im Landeanflug auf den Dubliner Flughafen. (Bild: REUTERS/Clodagh Kilcoyne)

Wie der irische "Independent" berichtete, gab es im vergangenen Jahr etwa 14.000 Beschwerden gegen den Flughafenbetreiber DAA. Dabei ging es stets um den Fluglärm des Dubliner Flughafens. Das ist an sich schon eine erstaunliche Menge an Beschwerden, zumal in Dublin im Jahr nur etwas mehr als 90.000 Flüge landen oder starten. Das eigentlich Erstaunliche aber: 90 Prozent der Beschwerden stammten von ein und der selben Person.

Fast 60 Beschwerden täglich

Schon 2020 habe die gleiche Person insgesamt 6.227 Beschwerden gegen den Airport eingereicht, 2021 seien es dann insgesamt fast doppelt so viele gewesen. 34 Beschwerden pro Tag kamen von dem selben Urheber, das summierte sich auf 12.272. In diesem Jahr hat sich der Takt übrigens noch einmal erhöht. In den ersten drei Monaten des Jahres 2022 kommt der Dauerbeschwerdeführende bereits auf 5.276 Lärm-Meldungen. Das erhöhte seinen täglichen Durchschnitt nun sogar auf 59. Wer genau hinter der Beschwerdeflut steckt, die im Jahr 2019 begann, konnte die DAA noch nicht ermitteln. Die Person soll in Ongar, einem westlichen Vorort von Dublin leben. Das liegt etwa 20 Kilometer vom Flughafen entfernt.

Tracker soll Anwohner*innen helfen

Dabei ist die DAA eigentlich vorbildlich bei der Lärmprävention. Die Flüge richten sich nach einem strikten plan an "Lärmpräferenz-Routen". So soll so gut wie möglich vermieden werden, dass dicht bewohnte Gebiete der Stadt überflogen werden. Gegenüber dem "Independent" sagte ein DAA-Sprecher, man wolle auch in Zukunft mit den angrenzenden Gemeinden zusammen arbeiten, um die Lärmbelästigung so gering wie möglich zu halten. Dafür können Anwohner*innen mit Hilfe des Trackingsystems "Webtrak" genau verfolgen, welche Flüge mit welchem Lärmpegel starten und landen. Mithilfe eines Überwachungssystems am Flughafen wird die jeweilige Lautstärke der Flieger registriert. Über "Webtrak" können Anwohner*innen sich dann auch vereinfacht bei Fluglärm beschweren. Ob das den Dauerbeschwerdeführenden ruhigstellen wird, ist aber eher zu bezweifeln.

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