Eiskalte Bremer setzen Erfolgsserie dank Delaney fort

Thomas Delaney (r) traf für Werder dreifach. Foto: Patrick Seeger

Dank eines Dreierpacks von Thomas Delaney hat eine eiskalte Werder-Elf ihre Erfolgsserie auch in Freiburg fortgesetzt und einen großen Schritt zum Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga gemacht.

Der Winter-Neuzugang legte mit seinen Toren (45.Minute +2/47./85.) den Grundstein für den 5:2 (2:0)-Erfolg beim SC und das sechste Werder-Spiel in Serie ohne Niederlage. Max Kruse (21. Minute) hatte zuvor vor 24 000 Zuschauern gegen seinen Ex-Club gleich die erste Werder-Chance zur Führung genutzt. Dem früheren Bremer Nils Petersen (65.) gelang per Nachschuss nach einem parierten Foulelfmeter der Anschlusstreffer - wenig später schlug Fin Bartels (71.) mit einem Traumtor per Hacke erneut für Bremen zu. Vincenzo Grifo (77.) schaffte nur den Anschlusstreffer für den SC. Werder hat nun drei Punkte Vorsprung auf Relegationsplatz 16, Freiburg verharrt im oberen Mittelfeld der Tabelle.

Was Werder über einige Zeit des Spiels anbot, war bis auf die Defensivleistung aber zunächst wenig erstligareif. Der eigene Spielaufbau scheiterte immer wieder an individuellen Fehlern im Passspiel. Hatten die Bremer den Ball dann mal längere Zeit in ihren eigenen Reihen, wurde quer oder zurück gespielt.

Für eine der wenigen kuriosen Szenen sorgte Werder dann kurz vor der Pause, als der angeschlagene Robert Bauer (35.) ausgewechselt werden sollte. Santiago Garcia stand bereits zur Einwechselung bereit, der Stadionsprecher verkündete den Tausch - doch dann winkte Bauer ab und wollte doch nicht raus. Als der Linksverteidiger sich nach drei Minuten dann doch überlegt hatte, dass ein Wechsel besser wäre, wurde er beim Verlassen des Feldes von einem Pfeifkonzert begleitet.

Die Passivität der Gäste wussten die Freiburger allerdings kaum zu nutzen. Werder-Stürmer Kruse nutzte so gleich die erste Bremer Chance zur Führung: Aus rund 20 Metern hämmerte er den Ball unhaltbar für SC-Keeper Schwolow ins rechte Eck. Aus Respekt vor seinem Ex-Club verzichtete der 29-Jährige allerdings auf den Torjubel.

Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff kam es für die Breisgauer dann noch schlimmer. Eine flache Hereingabe des gerade eingewechselten Garcia fand dem im Strafraum lauernden Delaney, der aus wenigen Metern sein zweites Tor für die Bremer erzielte.

Streich reagierte auf das glücklose Spiel seines Teams mit einer ungewöhnlichen Maßnahme. Schon zur Halbzeit tauschte er dreimal aus und brachte unter anderem seinem Top-Joker Nils Petersen ins Spiel. Aber auch diese Maßnahme ging gründlich daneben. Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff köpfte Delaney nach einer Kruse-Flanke das 3:0.

Auch der anschließend von Petersen im Nachschuss verwandelte Strafstoß gab Freiburg nur kurze Hoffnung. Denn wenige Minuten später schlugen die Bremer erneut zu. Auf Vorlage von Delaney zauberte Bartels den Ball per Hacke ins SC-Tor. Den Freiburgern blieb erneut nur der Anschlusstreffer durch Grifo per Fernschuss. Dann schlug erneut Delaney per Kopf zu und sorgte für den Endstand.

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