Eizellenspenden: Grenzenloser Kinderwunsch

Eizellenspenden sind in Deutschland verboten. Nun greift der Ethikrat das Thema auf.

Mit dem Thema hatte der Deutsche Ethikrat offenbar den richtigen Riecher. Schon vor etwa einem Jahr stand fest, dass sich die nächste öffentliche Veranstaltung um die hierzulande illegale Eizellenspende drehen soll – nichts ahnend, dass das Thema einige Zeit später hitzig in Deutschland diskutiert werden sollte. Denn rund einen Monat ist es her, dass in Berlin die Messe Kinderwunschtage stattfand, eine PR-Veranstaltung, auf der auch Reproduktionstechniken aus dem Ausland vorgestellt wurden, die bei uns verboten sind – Leihmutterschaft und Eizellenspende zum Beispiel. Doch ausländische Mediziner dürfen hier sehr wohl für diese Praktiken werben.

Eingriff im Ausland

Und so war die Veranstaltung „Eizellenspende im Ausland – Konsequenzen im Inland“ am Mittwochabend in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften schon früh ausgebucht. Experten aus Ethnologie, Pädagogik, Philosophie und Rechtswissenschaft diskutierten über Risiken und Perspektiven von Eizellenspenden. Dies ist eine Methode der Reproduktionsmedizin, bei der einer Spenderin Eizellen entnommen und diese dann künstlich befruchtet werden. Die befruchte Eizelle wird der austragenden Mutter in die Gebärmutter eingesetzt. Nach dem Embryonenschutzgesetz ist das in Deutschland verboten.

Doch das Gesetz verhindert noch lange nicht, dass deutsche Frauen aus Kinderlosigkeitsfrust diese Ultima-Ratio-Methode wählen und einen Eingriff im Ausland vornehmen lassen. Denn in vielen Ländern ist die Eizellenspende legal. Der sogenannte „Eizellentourismus“ boomt auch in Europa wie zum Beispiel in Spanien, Tschechien, Großbritannien, Belgien, Frankreich oder Polen. Auch Russland, USA...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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