Elefantenbaby aus Sri Lanka wird vorerst nicht nach Neuseeland gebracht

Sri Lankas Regierung hat die Adoption von Elefantenkälbern durch Privatleute erlaubt und damit die Kritik von Tierschützern auf sich gezogen

Nach Protesten von Tierschützern soll das in Sri Lanka beheimatete Elefantenbaby Nandi vorerst nicht wie geplant nach Neuseeland gebracht werden. Das zuständige Gericht habe zugesagt, Nandi nicht auszufliegen, bis ein abschließendes Urteil in dem Fall gesprochen werde, sagte Tierschützer Omalpe Sobitha am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. "Sri-lankische Elefanten haben sehr enge familiäre Bindungen, und ein Junges wegzunehmen, ist eine Sünde", sagte er.

Er warnte, Nandi könne möglicherweise mit dem Klima in Neuseeland nicht zurechtkommen. Die jährliche Durchschnittstemperatur dürfte für das sechs Jahre alte Elefantenweibchen ein Schock sein. Gewöhnt sei Nandi an tropische 27 Grad, die in Sri Lanka die Durchschnittstemperatur darstellten.

Sri Lankas Präsident Maithripala Sirisena hatte das Elefantenbaby dem früheren neuseeländischen Regierungschef John Key im Februar vergangenen Jahres als Geschenk für die "exzellenten" Beziehungen zwischen beiden Ländern versprochen. Tierärzte aus Neuseeland reisten daraufhin nach Sri Lanka, um Nandi für die Reise in den Zoo von Auckland vorzubereiten. In der Folge gab es jedoch Proteste von Tierschützern, die vor einer Trennung Nandis von ihrer Herde sowie vor der Klimaveränderung warnten.

Sri Lanka hat schon häufig Elefanten an befreundete Staaten verschenkt. Im Zoo von Auckland lebt bereits Elefantenweibchen Anjalee aus Sri Lanka, das sich nach Aussage Keys gut eingelebt hat.

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