Elf Menschen bei Müll-Katastrophe in Sri Lanka getötet

Nach dem Einsturz einer Müllhalde in Sri Lanka versuchen hunderte Soldaten, Überlebende und Opfer aus den Schuttmassen zu bergen

Beim Einsturz einer Müllkippe in Sri Lanka sind nach jüngsten Angaben elf Menschen ums Leben gekommen. Wie eine Krankenhaussprecherin am Samstag mitteilte, waren unter den Toten auch vier Kinder und Jugendliche im Alter zwischen elf und 15 Jahren. 21 Menschen seien ins Krankenhaus eingeliefert worden. Einige von ihnen seien bei den Bergungsarbeiten in der Nacht aus den Trümmern befreit und dann in die Klinik gebracht worden.

Der am Stadtrand von Colombo auf 90 Meter aufgehäufte Müll war am Freitag nach starken Regenfällen ins Rutschen gekommen und hatte zahlreiche Häuser und Menschen unter sich begraben. Nach Angaben der Polizei wurden 145 Hütten und Häuser zerstört.

Mehrere hundert Soldaten durchkämmten das Gebiet und versuchten, Überlebende und Opfer aus den Schuttmassen zu bergen. Zwei Bagger waren im Einsatz, um Wege freizuräumen. Nach Angaben der Polizei wurden 625 Menschen notdürftig in einer Schule untergebracht.

Viele Anwohner der Müllhalde hatten wegen des starken Regens zum Zeitpunkt der Katastrophe ihre Behausungen bereits verlassen. Die Zahl der Opfer wäre sonst noch viel höher gewesen, sagte ein Behördensprecher.

Die offene Müllkippe von Kolonnawa wächst täglich um rund 800 Tonnen Müll, insgesamt sollen dort etwa 23 Millionen Tonnen Abfall gelagert sein. Gesundheitsexperten warnen seit langem vor den Gefahren, auch das srilankische Parlament hatte kürzlich die Schließung verlangt. Den Behörden liegen Pläne zum Bau eines Kraftwerks vor, um aus der Verbrennung des Mülls Energie zu gewinnen.

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