Elfenbeinküste nimmt Abschied von in Deutschland gestorbenem Regierungschef

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Soldaten tragen Sarg Bakayokos

Die Elfenbeinküste nimmt Abschied von ihrem in Deutschland gestorbenen Ministerpräsidenten Hamed Bakayoko: Der mit der Landesfahne umhüllte Sarg mit dem Leichnam des Verstorbenen landete am Samstag auf dem Flughafen von Abidjan, wo er von Bakayokos Familie und Präsident Alassane Ouattara in Empfang genommen wurde. Hunderte Menschen säumten die Straße, als der Konvoi mit dem Sarg und den Trauernden den Flughafen verließ.

Bakayoko war am Mittwoch im Alter von 56 Jahren in einem Krankenhaus in Deutschland an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Präsident Ouattara hatte ihn in einer vom Fernsehen verlesenen Erklärung als "meinen Sohn und engen Mitarbeiter, der zu früh aus unserer Mitte gerissen wurde", bezeichnet. Zudem ordnete er eine einwöchige Staatstrauer an. Nach einer öffentlichen Trauerfeier am Mittwoch soll Bakayoko am Freitag im engen Familienkreis beigesetzt werden.

Bakayoko war am Montag 56 Jahre alt geworden. Er hatte das Amt des Regierungschefs im Juli vergangenen Jahres übernommen, zugleich leitete er das Verteidigungsministerium. Mitte Februar dieses Jahres war er zur medizinischen Behandlung nach Frankreich geflogen, später wurde er nach Deutschland verlegt.

Das Büro des Regierungschefs wird derzeit übergangsweise von Patrick Achi, dem ehemaligen Generalsekretär des Präsidenten, geführt. Als Interims-Verteidigungsminister wurde Tene Birahima Ouattara benannt. Er ist der jüngere Bruder des Präsidenten.

jes