Ellen DeGeneres: Witz über den Lockdown geht nach hinten los

Antonie Hänel
·Freie Autorin
·Lesedauer: 2 Min.

Normalerweise steht Ellen DeGeneres mit ihrer Talkshow vor einem amerikanischen Millionenpublikum - zurzeit muss aber auch sie aus der Quarantäne von zu Hause senden. Dass sie sich dabei “wie im Knast” fühlt, ist vielen Zuschauern sauer aufgestoßen.

Kevork Djansezian/NBC/NBCU Photo Bank via Getty Images
Ellen DeGeneres bei den Golden Globe Awards Anfang des Jahres. (Bild: Kevork Djansezian/NBC/NBCU Photo Bank via Getty Images)

Moderatorin und Comedian Ellen DeGeneres hat sich in ihrer Sendung einen Witz erlaubt, der nicht gut beim (Twitter-)Publikum angekommen ist.

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Neuerdings nimmt sie die “Ellen DeGeneres Show” nicht mehr im Studio, sondern zu Hause und natürlich ohne Publikum auf. Umso überraschter dürfte sie davon gewesen sein, wie die Menschen auf einen bestimmten Witz reagiert haben.

Darin sagt DeGeneres über die Quarantäne: “Das ist wie Knast. Vor allem, weil ich seit zehn Tagen dieselben Klamotten trage und jeder hier drin homosexuell ist.“ DeGeneres lebt mit ihrer Partnerin, der Schauspielerin Portia de Rossi, in einem Anwesen in Kalifornien, das etwa 27 Millionen Dollar wert sein soll.

Mit Knast dürfte diese Lebensrealität nicht viel zu tun haben. Auf Twitter fand man den Witz daher überhaupt nicht witzig – viele User warfen DeGeneres vor, sich in ihrer luxuriösen Situation über den Lockdown zu beschweren.

“Ich fühle mich wie im Gefängnis”, sagt Ellen in ihrem Haus.

“Hi Ellen, unglaublich dass du dich in deinem Anwesen wie im Knast fühlst. Eine Schande. Willst du lieber mit mir oder dem Rest der Welt tauschen? Dann kannst du mal vergleichen und uns ein bisschen mehr davon erzählen wie schlimm es ist, einen kleinen Garten zu haben, in dem du dir die Beine vertreten kannst.”

“Die Leute sterben tatsächlich im Gefängnis an Covid-19 und Ellen macht Witze darüber.”

Twitter vergisst hierbei mal wieder, dass es sich bei DeGeneres’ “Klage” lediglich um einen Witz für eine Comedyshow gehandelt hat, nicht um eine ernsthafte Beschwerde vom Sofa eines Millionen-Dollar-Anwesens. Trotzdem hat sich die Moderatorin der Kritik mittlerweile gebeugt und den entsprechenden Part aus dem Video gelöscht.

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