Elon Musk kauft immer mehr Startups auf, um Tesla unabhängiger von Zulieferern zu machen — diese 11 Unternehmen könnte er als Nächstes übernehmen

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Tesla-Chef Elon Musk.
Tesla-Chef Elon Musk.

Tesla-CEO Elon Musk versucht seit Jahren, Teslas Abhängigkeit von Zulieferern zu minimieren – und scheut dabei nicht davor zurück, immer wieder neue Startups aufzukaufen. Teslas Errungenschaften reichen von Unternehmen für Solarzellen über Batterien bis hin zu autonomen Fahrsystemen – und zeigen, wie der E-Auto-Riese versucht, immer wieder neue Produkte unter dem Namen Tesla anzubieten. Derzeit fokussiert sich Musk auf Versicherungen und Energiespeicher-Unternehmen, während Tesla aber auch weiter an der Entwicklung von Batterien und autonomen Fahrsystemen arbeitet. Business Insider hat Experten aus der Autoindustrie zu Musks nächsten potenziellen Käufen und den zukünftigen Plänen des Unternehmens befragt.

Automatisiertes Fahren

Tesla versucht, den Autopiloten der Tesla-Fahrzeuge zum Chauffeur zu machen – doch die Entwicklung ist noch längst nicht so weit, dass Autofahrer während der Fahrt schlafen können. Das Unternehmen folgt einem unkonventionellen Ansatz für das autonome Fahren und setzt auf ein kamerabasiertes System – und nicht wie die Konkurrenz auf Radar- und Lidar-Sensoren. Laut Asad Hussain, einem Mobilitätsanalysten bei PitchBook, wären Startups, die sich auf Kamera-Technik spezialisieren, eine gute Ergänzung für Tesla. Zwei Möglichkeiten dafür wären Hypr, das vom ehemaligen CEO von Zoox gegründet wurde, und Wayve. Eine weitere Option wäre Recogni. Das Startup entwickelt Software und Hardware, die die Objekterkennung auf der Straße effizienter macht.

Ridesharing

Musk sagte 2019, dass Tesla bis Ende 2020 einen Ridesharing-Service anbieten will. Dieser sollte es Tesla-Besitzern mit autonomen Fahrsystemen ermöglichen, ihr Auto für andere über eine App zur Verfügung zu stellen. Der Service soll wie Uber oder Lyft funktionieren, nur ohne Fahrer. Den Dienst gibt es bisher nicht, Tesla scheint die technische Infrastruktur zu fehlen, um diesen Service anzubieten – doch die Übernahme eines Startups könnte helfen. Revel und Kaptyn betreiben schon jetzt kleine Ridesharing-Services mit Tesla-Autos und würden gut passen, so Asad Hussain.

Versicherung

Seit 2019 bietet Tesla seinen Kunden Versicherungen an – doch bis jetzt sind sie nur in Kalifornien und Texas verfügbar. Der Autobauer will diesen Service auch in anderen Staaten einführen und ein Startup mit einem breiten Kundenstamm könnte das erleichtern. Mark Norman, geschäftsführender Partner bei FM Capital, meint, dass Tesla sich am ehesten auf Startups fokussieren sollte, die direkt an ihre Kunden verkaufen und nicht über Drittanbieter verhandeln – denn diese Strategie verfolgt auch der E-Auto-Hersteller mit seinen Fahrzeugen. Norman sieht Clearcover und Metromile als mögliche Übernahmekandidaten.

Service

Neben den Verkaufsprozessen kontrolliert Tesla auch sein Service-Netzwerk selber. Dies beinhaltet Werkstätten und Techniker, die zum Kunden nach Hause oder ins Büro fahren, um das Fahrzeug zu reparieren. Musk könnte diese Dienste weiter ausbauen, indem er etwa mobile Aufladeservices für private Nutzer oder Unternehmen anbietet. Laut Mark Norman würden SparkCharge und FreeWire Tesla dabei helfen.

Batterien

Durch die immer größer werdende E-Auto-Nachfrage sind Batterien zum Fokus der Industrie geworden. Tesla hat im letzten Jahr verkündet, dass das Unternehmen an der Entwicklung eigener Batteriezellen arbeitet – dadurch sollen Kosten und Leistung verbessert und die Abhängigkeit von Zulieferern reduziert werden. Die Übernahme von Maxwell im Jahr 2019 war die erste Batterie-Errungenschaft von Tesla und holte die Technologie für Trockenelektroden ins Unternehmen.

Wenn Tesla ein weiteres Startup aufkaufen würde, dann wahrscheinlich eines, das Batteriematerialien herstellt, die in Teslas bestehendes Herstellungsverfahren passen. Laut Luke Gear, technischer Analyst bei IDTechEx, könnten das Sila Nanotechnologies und Group14 sein – obwohl es unklar ist, wie sehr Tesla von so einer Übernahme tatsächlich profitieren würde.

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