Sam Bankman-Frieds Eltern werden beschuldigt, Millionen von seiner Krypto-Handelsplattform FTX abgezweigt zu haben

Von den FTX-Geldern soll sich das Ehepaar unter anderem eine Luxusresidenz auf den Bahamas gekauft haben.  - Copyright: Michael M. Santiago/Getty Images
Von den FTX-Geldern soll sich das Ehepaar unter anderem eine Luxusresidenz auf den Bahamas gekauft haben. - Copyright: Michael M. Santiago/Getty Images

Die Anwälte von FTX Trading haben am Montag eine Klage gegen Barbara Fried und Allan Joseph Bankman eingereicht. Das geht aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) hervor. Darin beschuldigen sie die Eltern des Gründers Sam Bankman-Fried, maßgeblich zum Zusammenbruch der Kryptobörse FTX beigetragen zu haben. Diese hatte im November 2022 Konkurs angemeldet.

Fried und Bankman wird vorgeworfen, den Einfluss auf ihren Sohn ausgenutzt zu haben, um dem Unternehmen Millionen Dollar zu entziehen. Das Geld sollen sie dann für persönliche Anliegen und einen verschwenderischen Lebensstil genutzt haben. In der Klageschrift wird unter anderem behauptet, das Paar habe sich von den FTX-Geldern eine Luxusresidenz auf den Bahamas gekauft. Diese soll mehr als 18,9 Millionen US-Dollar (etwa 17,7 Millionen Euro) wert sein.

Weitere Millionenbeträge aus der FTX-Kasse sollen für unrechtmäßige Spenden draufgegangen sein. Den Anwälten zufolge soll Bankman mehr als 5,5 Millionen Dollar von FTX abgezweigt haben, um seinen Arbeitgeber, die Stanford Universität, zu bereichern. Seine Frau hingegen soll ihren Sohn und andere FTX-Insider dazu ermutigt haben, Spenden an politische Aktionskomitees zu tätigen, die sie selbst mitbegründet hat und für die sie als Präsidentin und Vorsitzende tätig war.

Die Anwälte von Bankman und Fried bestreiten die Anschuldigung jedoch. Laut AP sehen die Klageschrift als "gefährlichen Versuch, Joe und Barbara einzuschüchtern". Die Klage ziele darauf ab, "den Prozess der Geschworenen zu beeinträchtigen". Am 3. Oktober beginne schließlich das Gerichtsverfahren gegen ihren Sohn Sam Bankman-Fried.

Diesem wird vorgeworfen, Anleger betrogen und Kundengelder geplündert zu haben. Damit soll er verschwenderische Immobilienkäufe, Wahlkampfspenden an Politiker und riskante Geschäfte bei Alameda Research, seinem Kryptowährungshandelsunternehmen, getätigt haben. Laut AP-Informationen plädierte er auf "nicht schuldig".

stm