Eltern entsorgen Pornosammlung des Sohnes – und werden deshalb von ihm verklagt

Mirja Mattis
<span>Die Sammlung soll auch seltene Exemplare beinhaltet haben. (Symbolbild: Getty Images)</span>
Die Sammlung soll auch seltene Exemplare beinhaltet haben. (Symbolbild: Getty Images)
  • Ein 40-Jähriger zog vorübergehend wieder bei seinen Eltern ein

  • Auch seine Pornosammlung stellte er bei ihnen unter

  • Die Eltern zerstörten die sündige Sammlung ihres Sohnes

  • Der Fall landet nun vor Gericht

Ein Mann aus dem US-Bundesstaat Indiana hat seine Eltern verklagt, nachdem diese auf eigene Faust seine umfangreiche Pornosammlung entsorgt hatten. Wie unter anderem der Sender Wilx 10 berichtet, wohnte der 40-Jährige nach einer Scheidung vorübergehend wieder bei seinen Eltern im benachbarten Staat Michigan, wo er auch einen Teil seiner Habseligkeiten untergestellt hatte – darunter Pornofilme und -magazine.

Zwölf Kisten mit pornografischem Material

Den Eltern gefiel das Faible ihres Sohnes gar nicht. (Symbolbild: Getty Images)
Den Eltern gefiel das Faible ihres Sohnes gar nicht. (Symbolbild: Getty Images)

Nach zehn Monaten zog der Mann schließlich in sein neues Zuhause nach Muncie. Mit seinen Eltern vereinbarte er, dass sie ihm seine Sachen nachliefern würden. Bei Ankunft der Kisten musste er jedoch feststellen, dass zwölf Umzugskartons voll mit Pornofilmen und -magazinen fehlten. Diese hätten einen Gesamtwert von 29.000 US-Dollar (umgerechnet rund 25.600 Euro) gehabt.

Auf seine Nachfrage sollen die Eltern anschließend zugegeben haben, die umfangreiche Sammlung zerstört zu haben. Weil der Mann aber daraufhin keine Lösung des Konflikts erzielen konnte, rief er die Polizei, um diese von der Zerstörung seiner Besitztümer in Kenntnis zu setzen. Die Staatsanwaltschaft sah jedoch von einer Klage ab, woraufhin der Mann eine Zivilklage in die Wege leitete.

Eltern wollen aus Rücksicht auf ihren Sohn gehandelt haben

Die Klageschrift beinhaltet auch den E-Mail-Verkehr zwischen Vater und Sohn. “Wenn du ein Problem mit meinen Sachen hattest, hättest du mir das zu der Zeit sagen sollen und ich wäre woanders hingezogen. Stattdessen hast du dich entschieden, zu schweigen und dich rachsüchtig zu verhalten”, so der Sohn. Der Vater antwortete darauf, die Pornos aus Rücksicht auf die mentale und emotionale Gesundheit des Sohnes zerstört zu haben.

Der enttäuschte Porno-Sammler verlangt von seinen Eltern nun Schadensersatz in Höhe von 86.000 US-Dollar (umgerechnet rund 76.000 Euro). Unter den Filmen und Magazinen sollen sich auch seltene Exemplare befunden haben.

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