EMA: Biontech/Pfizer-Impfstoff löste in der EU keine Todesfälle aus

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Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer

Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer hat laut einer Untersuchung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) in der EU keine Todesfälle ausgelöst. Zwischen den nach der Impfstoffgabe aufgetretenen Todesfällen und dem Vakzin gebe es keinen Zusammenhang, teilte die in Amsterdam ansässige EU-Behörde am Freitag mit. Auch seien keine weiteren Nebenwirkungen festgestellt worden.

Die EMA äußerste sich erstmals seit Beginn der EU-weiten Corona-Impfkampagne im Dezember zur Sicherheit des Biontech/Pfizer-Impfstoffs. Nach der ersten Datenanalyse bleibe es dabei, dass der Nutzen des Impfstoffs bei der Prävention von Covid-19 im Vergleich zu den Risiken überwiege. Es gebe "keine Sicherheitsbedenken" und auch "keine empfohlenen Änderungen bei der Anwendung des Vakzins", betonte die EMA.

Berichte über seltene schwere allergische Reaktionen auf den Impfstoff während der vergangenen Wochen gingen nicht über das hinaus, was über diese "bekannte Nebenwirkung" bereits herausgefunden worden sei, hieß es weiter.

Die EMA hat bisher grünes Licht für zwei Corona-Impfstoffe gegeben - für jenen von Biontech und Pfizer sowie für jenen des US-Unternehmens Moderna. Erwartet wird, dass die Behörde an diesem Freitag auch die Anwendung des Corona-Vakzins des britisch-schwedischen Unternehmens Astrazeneca empfiehlt.

Mehrere EU-Staaten hatten in den vergangenen Wochen über Todesfälle bei Empfängern des Biontech/Pfizer-Impfstoffs berichtet. In Norwegen hatte es insgesamt 33 solcher Todesfälle unter älteren Menschen gegeben, nachdem diese die erste Dosis des Impfstoffs erhalten hatten. Laut den Gesundheitsbehörden in Oslo wurde in keinem der Fälle ein Zusammenhang zwischen der Impfstoffgabe und dem Tod festgestellt. Norwegischen Ärzten wurde jedoch empfohlen, den Gesundheitszustand ihrer Patienten mit einer möglichen Verabreichung des Corona-Impfstoffs abzuwägen.

Die EMA betonte, dass ein Großteil der Todesfälle bei Menschen über 65 Jahren mit fortgeschrittenen und teils multiplen Vorerkrankungen aufgetreten sei. Einige der Menschen seien bereits in palliativmedizinischer Behandlung gewesen, als sie die erste Impfstoffdosis erhalten hätten.

isd/ans