Emirates-Chef wünscht sich neuen A380 ohne Fenster - stattdessen sollen Videos die Aussicht simulieren

Emirates bedient fast die Hälfte der weltweiten A380-Flieger - Copyright: James D. Morgan via Gett Images
Emirates bedient fast die Hälfte der weltweiten A380-Flieger - Copyright: James D. Morgan via Gett Images

Laut der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) wünsche sich Emirates-Chef Tim Clark ein Comeback des Riesenfliegers A380. Der spektakuläre Doppelstockflieger von Airbus ist das größte Flugzeug der Welt, kann 800 Passagiere pro Flug befördern und über 14.000 Kilometer überbrücken. Airbus hatte in der Vergangenheit die Herstellung wegen fehlender Aufträge eingestellt.

Clark würde einen Nachfolger-Flieger bestellen - aber nur, wenn dieser anders sei, als seine Vorgänger. Entscheidend für ihn seien eine Gewichtsreduktion und eine Erhöhung der Treibstoffeffizienz.

flughafen-airport-verspaetung-delay-jeshoots-com-mSESwdMZr-A-unsplash
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Der Emirates-Chef schlägt für den überarbeiteten A380 einen Rumpf aus Verbundwerkstoffen vor. Und den Verzicht auf die zahlreichen Fenster des Fliegers. Mit künstlichen Videofenstern könne man die Aussicht einblenden, so Clarks Vorschlag. Das sei nicht ungewöhnlich, sondern werde bei Emirates schon praktiziert, beispielsweise in den mittleren Sitzbereichen von Boeing-777-Flieger, die in diesen Reihen fensterlos seien. Dank des Technikeinsatzes könnten die Passagiere und Passagierinnen dann einen Ausblick in beide Richtungen genießen.

Um trotz Engpässen und gestiegene Klimakosten weiterhin ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten zu können, brauche man große Flugzeuge, die mehr als 400 Plätze hätten, so der Chef von Emirates, die 123 der weltweiten 251 A380-Flieger in ihrer Flotte hat. Ohne neue Großflieger könnte Fliegen viel teurer werden, denn der Flugverkehr werde wieder zunehmen, argumentiert Clark. aa