"Empörung und Scham": Papst entschuldigt sich in Nunavut für Missbrauch und Gewalt in Internaten

Mit einer erneuten Entschuldigung bei der indigenen Bevölkerung hat Papst Franziskus in der Arktis seine Kanada-Reise beendet. Im Küstenort Iqaluit nahe dem Polarkreis traf er frühere Heimbewohner und äußerte "Empörung und Scham" über den Umgang mit indigenen Kindern in der Vergangenheit.

Er ging auf das "große Leid" der Kinder ein und bat er um Vergebung für die Gewalt und den Missbrauch, den diese jahrzehntelang in kirchlichen Internaten erleiden mussten.

Das Thema Missbrauch stand im Mittelpunkt der sechstägigen Reise, die den Papst auch in die kanadischen Provinzen Alberta und Quebec führte.

Franziskus bedankte sich bei den ehemaligen Internatsschülern für ihren den Mut, über das Erlittene zu berichten und ihr großes Leid zu teilen.

"Ich möchte Ihnen sagen, wie sehr es mir leid tut, und Sie um Vergebung für das Böse bitten, das von nicht wenigen Katholiken begangen wurde, die in diesen Schulen zur Politik der kulturellen Assimilation und der Entrechtung beigetragen haben."

Die jungen Ureinwohner im Norden Kanadas forderte er auf, ihre Tradition und ihr Land zu bewahren. Die Jungen seien die Zukunft in den Gebieten

In meist von Kirchen betriebenen kanadischen Internatsschulen waren bis 1996 insgesamt 150.000 indigene Kinder und Jugendliche von ihren Familien getrennt, ihrer Kultur beraubt und vielfach misshandelt worden.

Im Anschluss an den rund vierstündigen Besuch in Iqaluit brach Franziskus wieder Richtung Rom auf.

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