Nach Empörungs-Welle in Hamburg: Hier antwortet der S-Bahn-Chef

Kay Uwe Arnecke (57) erklärt Pannen, Ausfälle und warum bald alles besser wird.

Die Welle der Empörung war gewaltig: Nach einem Aufruf beklagten sich viele MOPO-Leser über den Zustand der Hamburger S-Bahn. Jetzt antwortet deren Chef den wütenden Fahrgästen. Wir sprachen mit Kay Uwe Arnecke (57) über Verspätungen, Störungen, überfüllte Züge, nervige Musikanten und wie er all diese Probleme lösen will.

MOPO: Herr Arnecke, Sie haben ein Problem.

Kay Uwe Arnecke: Wir haben ein Wachstums-Problem. In den letzten zehn Jahren haben wir 30 Prozent Fahrgäste hinzugewonnen. Wir müssen nun dafür sorgen, dass die Kapazitäten erhöht werden. Das tun wir auch.

Wie genau machen Sie das?

Es wurden 60 neue Züge bestellt, die alle bis Ende 2018 geliefert werden. Wir haben dadurch 20 Züge mehr als heute. So können wir die steigenden Fahrgastzahlen besser befördern. Acht Züge kommen dieses Jahr in den Probe-Betrieb.

60 neue Züge, letztlich aber nur 20 mehr auf den Gleisen, weil viele ersetzt werden. Was machen Sie mit den alten Fahrzeugen?

Die werden außer Betrieb genommen.

Die Hochbahn nutzt sie als Rückhalt für den Notfall...

Wir werden die alten Züge so lange im Betrieb halten, bis die neue Baureihe stabil läuft. Die alten Fahrzeuge sind aber im Schnitt 35 Jahre alt und haben ihre technische und wirtschaftliche Lebensdauer erreicht.

Zahlreiche Leser haben sich bei uns über das S-Bahn-Chaos beschwert. Was läuft falsch?

Wenn Störungen sind, ärgern wir uns selbst am meisten. Alle Mitarbeiter arbeiten sehr engagiert für eine gute Qualität bei der S-Bahn. Und zwar Tag und Nacht. Immer dann, wenn Betriebsruhe ist, werden die Anlagen gewartet und instand gehalten. Wir haben in den letzten Wochen – und das muss man offen zugeben – eine sehr untypische Häufung von Störungen gehabt.

Zulasten der Pünktlichkeit...

Die Pünktlichkeitsquote liegt in diesem Jahr bisher bei 96,5 Prozent. Im vergangenen Jahr lag sie bei 95 Prozent, auch weil es viele externe Störungen wie Rettungswageneinsätze gab. Damit sind wir aktuell, trotz der Probleme, sogar besser.

Wie wird die Quote errechnet?

Die ist im Hamburger Verkehrsverbund festgelegt: Ab...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo

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