Mastercard schafft Magnetstreifen auf Kreditkarte ab

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Bei Mastercard sind die Tage des Magnetstreifens auf der Kreditkarte gezählt. Der Zahlungsdienstleister will die Technologie allmählich abschaffen.

'Muenster, Germany - April 9, 2011: A close up macro shot of a Mastercard credit card. Mastercard is one of the biggest credit card companies in the world.'
Bild: Getty Images

Mastercard läutet das Ende einer Ära ein. Der Zahlungsdienstleister will in Zukunft Kreditkarten ohne schwarzen Magnetstreifen veröffentlichen. Das teilte der US-Konzern in seinem Blog mit. Die Technologie soll nicht von heute auf morgen, sondern stufenweise abgeschafft werden.

Der Magnetstreifen habe sein "Ablaufdatum" erreicht, erklärt Mastercard, deshalb lässt das Unternehmen die Technik "als erstes Zahlungsnetzwerk" auslaufen. Zur Begründung führt der Anbieter "veränderte Zahlungsgewohnheiten" der Kunden an sowie die "Entwicklung neuer Technologien" wie den in den Kreditkarten integrierten Chip.

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Die heutigen, von Mikroprozessoren angetriebenen Chips seien im Vergleich zum Magnetstreifen "viel leistungsfähiger und sicherer", so Mastercard. Auch erwähnt der Konzern in dem Zusammenhang die biometrischen Karten, die zwecks Prüfung der Kundenidentität Fingerabdrücke mit der Chip-Technologie kombinieren und so eine "weitere Sicherheitsebene" schaffen würden.

Langer Abschiedsprozess

Der Abschied soll in mehreren Etappen erfolgen. Ab 2024 will Mastercard Kreditkarten mit Magnetstreifen "in den meisten Märkten" nicht mehr ausgeben, darunter Europa. In den USA würden die Banken ab 2027 die Möglichkeit haben, Karten ohne Streifen anzubieten. Ab 2029 will das Unternehmen die Technologie ganz abgeschafft haben. Weil Kreditkarten üblicherweise höchstens vier Jahren gültig sind, soll also ab 2033 endgültig Schluss sein.

Den Magnetstreifen auf Kreditkarten gibt es seit Anfang der 1960er Jahre. Als Entwickler der Technologie gilt der US-amerikanischen IT-Konzern IBM. Das Unternehmen hätte seinerzeit ein "Potenzial" darin gesehen, meint Mastercard, Informationen auf Karten mit Hilfe eines Magnetbands zu kodieren. Neu war die Technik nicht, zuvor war sie für Audioaufnahmen und zur Datenspeicherung auf Computer-Disketten verwendet worden.

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Auf dem Magnetstreifen sind die Kartendaten digital hinterlegt. Beim Bezahlvorgang werden die Informationen von einem Durchzugleser ausgelesen. Bis dahin waren die Daten auf Durchschlagpapier aufgezeichnet worden, am Anfang der Kreditkarten-Ära mussten sie händisch aufgeschrieben werden. Die Technologie ebnete den Weg für moderne Zahlmethoden wie die Chipkarte. Heute bezahlen Kunden ihre Einkäufe auch per Smartphone-Apps wie Google Pay und Apple Pay.  

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