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Ende einer Zirkuslegende:“Mami, warum mussten die zumachen?”

Ein umjubeltes Ende einer amerikanischen Institution: Gegründet von Söhnen deutscher Immigranten, hat der Traditionszirkus Ringling Bros. and Barnum & Bailey seine Arena für immer geschlossen. Der letzte Vorhang fiel nach einem emotionalen Gastspiel in Uniondale bei New York. 146 Jahre Firmengeschichte hielten die Showtruppe bis zum letzten Akkord zusammen. Die Fans dankten es ihnen: Eine Zuschauerin mit ihrer kleinen Tochter sagte:“Großartig, aber traurig und irgendwie surreal. Auf dem Weg nach draußen weinte sie nur und fragte: Mami, warum mussten die zumachen?” Ein Mann erzählte:“Das letzte Mal war ich hier mit acht Jahren. Jetzt bin ich 43. Deshalb wollte ich unbeding mit meinen Kindern nochmal hierher. Für ein letztes Mal.” Regelmäßig reisten über 500 Artisten mit einem eigenen Privatzug zu den US-Vorstellungen. Der Zirkus war vor allem für seine Elefanten bekannt, die aber nach zunehmendem Protest von Tierschützern im vergangenen Jahr abgeschafft wurden. Im Januar dann wurde wegen steigender Kosten und sinkender Zuschauerzahlen das Ende angekündigt. Insgesamt sollen 250 Millionen Besucher die teilweise atemberaubenden Shows verfolgt haben. Schlusswort von Ansager Jonathan Lee: “Behalten Sie den Zirkus in ihnen am Leben.“