Endlich wieder in Serie: "SoA"-Star Charlie Hunnam sucht in Indien mit nacktem Oberkörper sein gutes Gewissen

Lin Ford (Charlie Hunnam) flieht vor dem Gesetz nach Bombay: Seiner Vergangenheit entkommt er in der indischen Metropole allerdings nicht. (Bild: Apple)
Lin Ford (Charlie Hunnam) flieht vor dem Gesetz nach Bombay: Seiner Vergangenheit entkommt er in der indischen Metropole allerdings nicht. (Bild: Apple)

"Sons Of Anarchy"-Star Charlie Hunnam lässt in seiner neuen Serie "Shantaram" bei Apple TV+ wieder die Muskeln spielen und will in Indien Erlösung finden.

Nach dem Ende der Biker-Serie "Sons of Anarchy", in der er von 2008 bis 2014 den tragischen Helden Jackson "Jax" Teller spielte, nahm Charlie Hunnam ausschließlich Filmrollen an, die teilweise spektakulär floppten. Nun ist der britische Schauspieler zurück im Seriengeschäft. In "Shantaram" spielt Hunnam einen flüchtigen Sträfling, der sein Glück im Bombay sucht. Die zwölfteilige Serie basiert auf einem Roman von Gregory David Robert und ist jetzt bei Apple TV+ zu sehen.

Auf der Suche nach Katharsis strandet der Australier Lin Ford (Hunnam) in den 1980er-Jahren in der pulsierenden indischen Metropole Mumbai, die damals noch Bombay hieß. Ford ist auf der Flucht - vor dem Gesetz und vor seiner Vergangenheit. In Bombay will er ein neues Leben beginnen und als Sanitäter für die Armen und Verwahrlosten sein Gewissen reinigen.

Das Vorhaben wird allerdings von der geheimnisvollen Karla (Antonia Desplat) torpediert, die nicht nur Fords Herz erobert, sondern ihn in tief in das Chaos der Slums treibt. Im Zwielicht der Unterwelt kommen seine guten Vorsätze ziemlich ins Schlingern: Für Charlie Hunnam bedeutet das, einmal mehr die Muskeln spielen zu lassen und in einer ziemlich aufgeheizten Version des "Best Exotic Marigold Hotel" auf Selbstfindungstrip zu gehen.

Von allem etwas, und zwar zu viel

Action, Romantik und Abenteuer - "Shantaram" ist wie ein Masala, diese typischen indischen Gewürzmischungen, in denen von allem etwas dabei ist. Die Serie - das Drehbuch stammt aus der Feder von Steve Lightfoot ("Narcos", "Hannibal"), Regie führt Bharat Nalluri ("Little America") - ist extrem vollgepackt mit Figuren und Handlungssträngen, sodass man zwar mit Sicherheit ein paar interessante Themen findet, aber mit genauso großer Sicherheit irgendwo unterwegs verloren geht.

Immerhin gehen einem dabei die Augen über, was nicht nur an den opulent kolorierten Indienklischees liegt, sondern auch daran, dass sich Charlie Hunnams Figur Lin im ewigen Kreislauf von kleinen Erlösungen und Rückschlägen immer wieder entblößt. Wahrscheinlich, um seine Narben zu zeigen.