Enger Trump-Vertrauter wegen ungenehmigter Lobbyitätigkeit angeklagt

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Thomas Barrack

Ein enger Vertrauter von Ex-US-Präsident Donald Trump ist wegen einer verheimlichten Lobbytätigkeit für eine ausländische Regierung angeklagt und festgenommen worden. Dem Geschäftsmann Thomas Barrack wird in der am Dienstag veröffentlichten Anklage vorgeworfen, eine Lobbytätigkeit für die Vereinigten Arabischen Emirate nicht offengelegt zu haben. Gemeinsam mit zwei weiteren Verdächtigen soll der heute 74-Jährige Trump während dessen Präsidentschaftswahlkampf 2016 und danach außenpolitisch beeinflusst haben.

Die Angeklagten hätten Barracks Freundschaft zu Trump und zu hochrangigen Mitarbeitern seines Wahlkampfteams sowie Regierungsvertretern ausgenutzt, um die politischen Ziele einer ausländischen Regierung voranzutreiben, ohne dies offenzulegen, erklärte Justizstaatssekretär Mark Lesko. Dieses Verhalten sei ein "Verrat" an den betroffenen Vertretern der USA, "einschließlich des früheren Präsidenten".

Barrack, der das Organisationskomittee von Trumps Amtseinführungsfeier geleitet hatte, wird zudem Behinderung der Justiz und vielfache Falschaussage vorgeworfen. Ein Sprecher des Geschäftsmanns erklärte, Barrack sei unschuldig.

Trump selbst wurde nicht angeklagt. Die Anklage gegen Barrack ist jedoch das neueste in einer Reihe von juristischen Verfahren im Umfeld des Ex-Präsidenten. Anfang des Monats hatte die New Yorker Justiz Trumps Immobilien-Imperium Trump Organziation sowie dessen Finanzchef wegen mutmaßlichen Steuerbetrugs angeklagt.

gt

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