Enkel von Axel Springer verkaufen Teil ihrer Anteile an KKR

Eingang des Axel-Springer-Hochhauses

Die Enkel von Axel Springer verkaufen einen Teil ihrer Anteile am Verlag an den US-Investor KKR. Ariane Melanie Springer und Axel Sven Springer würden das Übernahmeangebot von KKR für Aktien annehmen, die insgesamt etwa 3,7 Prozent des Grundkapitals des Unternehmens entsprechen, teilte der Axel-Springer-Verlag am Freitag mit. Axel Sven Springer erklärte, er und seine Schwester "unterstützen das Übernahmeangebot". Mit dem verbleibenden Teil ihrer Beteiligung wollen sie demnach "den Wandel und das Wachstum des Unternehmens weiter begleiten".

Axel Springer und KKR hatten Mitte Juni angekündigt, dass der US-Investmentfonds in großem Stil bei dem Verlagshaus einsteigen will. Damit will der Verlag "zusätzliche Chancen nutzen". Die Witwe von Axel Springer, Friede Springer, und Verlagschef Mathias Döpfner bleiben dabei im bisherigen Umfang beteiligt: Friede Springer hält insgesamt 42,6 Prozent der Anteile, Döpfner 2,8 Prozent. Die beiden Enkelkinder Springers hielten bislang rund neun Prozent.

Den noch übrigen Aktionären bietet KKR an, ihre Anteilsscheine für je 63 Euro zu kaufen. Die Frist läuft noch bis 21. August um Mitternacht. Die Mindestannahmeschwelle von 20 Prozent hat KKR bereits erreicht.

KKR will seine Anteile mindestens fünf Jahre halten. Kohlberg Kravis Roberts ist eine der größten Beteiligungsgesellschaften weltweit. In Deutschland hat sich KKR im Medienbereich bislang vor allem im Film- und Fernsehgeschäft beteiligt, in der Vergangenheit etwa bei ProSiebenSat1. Aktuell baut der Investor eine Produktions- und Vertriebsplattform für den deutschsprachigen Raum auf.