„Ich entscheide, welchem Pfad ich folge“ - Mina (43) macht nach Trennung Führerschein und startet Abenteuerleben im Van

Mina Waterhouse hat mit 43 ihren Kindheitstraum verwirklicht und reist in ihrem Van durch Australien.<span class="copyright">Instagram/aussievangirl</span>
Mina Waterhouse hat mit 43 ihren Kindheitstraum verwirklicht und reist in ihrem Van durch Australien.Instagram/aussievangirl

Frisch getrennt überwand eine 43-jährige Frau ihre Angst vorm Fahren und machte ihren Führerschein. Sie kaufte einen Van und begab sich auf eine Entdeckungsreise durch Australien.

Mina Waterhouse, bekannt als „Aussie Van Girl“ auf TikTok, hat mit 43 Jahren ein neues Kapitel in ihrem Leben aufgeschlagen. Wie die „Daily Mail“ berichtet, hat die Südaustralierin sich von ihrem Ehemann getrennt und es geschafft, ihre Angst vor dem Autofahren zu überwinden und den Führerschein zu machen. Für 19.000 Dollar, umgerechnet rund 12.000 Euro, kaufte sie einen gebrauchten Ford Transit und begann ihre Reise durch Australien.

Mina reist trotz Fahrangst im Van durch Australien

Als Jugendliche litt Mina an Amaxophobie, einer ausgeprägten Fahrangst, ihr Traum eines eigenen Kombi lag stets außerhalb ihrer Reichweite. Seit Juni 2023 setzt sie sich über ihre Angst hinweg und reiste seitdem in ihrem Van von Südaustralien quer durch das Land bis nach Queensland.

„Ich habe das Gefühl, mein Leben von dort wiederaufzunehmen, wo ich als Jüngere aufgehört habe“, berichtete Mina der „Daily Mail“. „Ich entdecke die Dinge wieder, die ich damals genossen habe.“

 

„Ich liebe es, nicht zu wissen, was mir der Tag bringt“

Mina, die keine Kinder hat, erzählte der „Daily Mail“: „Ich liebe es, mit meinem Van loszufahren und nicht zu wissen, was mir der Tag bringt. Und ich kann mir aussuchen, welchem Pfad ich folge.“ Das Van-Leben habe ihr einen stressfreien Lebensstil ermöglicht: frei von Miete, die einzige Sorge liegt darin, wo sie für die Nacht parken werde. Ihr Van ist minimalistisch ausgestattet, mit einem Bett, einem kleinen Kühlschrank, Ventilator und Sonnendach.

Sie warnte jedoch auch vor den Herausforderungen auf der Straße, darunter das Fahren in Gebieten ohne Handyempfang. Waterhouse plant, weiterhin im Van zu leben und die Welt zu erkunden, bis das nächste Abenteuer ruft.

Die bürokratischen Hürden des Van-Lebens in Deutschland

Auch in Deutschland interessieren sich immer mehr Menschen für den Trend des mobilen Wohnens. Wie der ADAC berichtet, ist das Wohnen im Wohnmobil hierzulande zwar nicht verboten, allerdings gibt es einige bürokratische Tücken, die man bei der Entscheidungsfindung beachten sollte.

So fordert der deutsche Gesetzgeber eine Meldeadresse, die postalische Erreichbarkeit gewährleistet. Wer dauerhaft reisen und keinen festen Wohnsitz mehr in Deutschland haben möchte, kann mit dem Gesetz in Konflikt geraten, es sei denn, das Wohnmobil steht dauerhaft auf einem Grundstück. Viele wählen dann die Anmeldung bei Eltern oder Bekannten – mit dem Risiko, dass Scheinadressen strafrechtlich verfolgt werden können.

Die Abmeldung vom Hauptwohnsitz in Deutschland geht zudem mit dem Verlust bestimmter Rechte und Pflichten einher, so der ADAC weiter. Sozialversicherungsansprüche ruhen, die Schulpflicht sowie der Kindergeldanspruch erlöschen und auch Dienstleistungsverträge können betroffen sein. Bei der Kfz-Zulassung, Passangelegenheiten und der Eröffnung eines Bankkontos kann es zu Schwierigkeiten kommen.