Entscheidung gefallen: Bastian Schweinsteiger bleibt ARD-Experte

Bastian Schweinsteiger (38) konnte in seiner Rolle als TV-Experte (ARD) während der WM zwar überzeugen. Über seine Zukunft beim öffentlich-rechtlichen Sender ist nun entschieden worden. (Bild: ARD/WDR/Simon Wenzel)
Bastian Schweinsteiger (38) konnte in seiner Rolle als TV-Experte (ARD) während der WM zwar überzeugen. Über seine Zukunft beim öffentlich-rechtlichen Sender ist nun entschieden worden. (Bild: ARD/WDR/Simon Wenzel)

Während er bei der EM 2021 Kritik erntete, überzeugte Bastian Schweinsteiger als TV-Experte im Rahmen der WM-Spiele. Dennoch blieb seine Zukunft beim öffentlich-rechtlichen Sender zuletzt ungewiss. Nun verkündete die ARD eine Entscheidung.

Viele Deutsche fallen einem nicht ein, die als Gewinner der gerade zu Ende gegangenen Fußball-Weltmeisterschaft in Katar gelten dürfen. Bastian Schweinsteiger aber zählt dazu. Der frühere Profi von Bayern München und Weltmeister von 2014 blühte als TV-Experte vor der Kamera regelrecht auf.

An der Seite der ebenfalls hochgelobten Moderatorin Esther Sedlaczek (37) war der 38-Jährige für die ARD vor Ort in Katar im Einsatz, um seine Einschätzungen direkt aus dem Stadion kundzutun. Das gelang ihm in den Augen viele Beobachter ebenso kompetent wie schlagfertig und locker-gewitzt.

Bastian Schweinsteiger (38) kommentierte an der Seite von Moderatorin Esther Sedlaczek (37) die WM-Spiele in Katar. Für seine Einschätzungen erntete der ehemalige Fußball-Nationalspieler überwiegend positive Resonanz. (Bild: SWR / Christian Koch)
Bastian Schweinsteiger (38) kommentierte an der Seite von Moderatorin Esther Sedlaczek (37) die WM-Spiele in Katar. Für seine Einschätzungen erntete der ehemalige Fußball-Nationalspieler überwiegend positive Resonanz. (Bild: SWR / Christian Koch)

"Bastian hat gezeigt, dass er hervorragend analysieren kann"

Schweinsteigers Zukunft bei der ARD war zuletzt dennoch offen. Der Vertrag zwischen Sender und Experte lief zum 31. Dezember aus. Eine Fortsetzung war trotz der guten Kritiken keineswegs ausgemacht, wie ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky noch im Dezember kundtat. Nun aber ist eine Entscheidung gefallen: Schweinsteiger bleibt mindestens die kommenden zwei Jahre ARD-Experte für die Fußball-Live-Übertragungen im Ersten. Das beinhaltet somit auch die Europameisterschaft 2024 in Deutschland.

"Wir haben uns mit Bastian Schweinsteiger bereits im vergangenen Jahr grundsätzlich darauf verständigt, dass wir den gemeinsamen Weg weitergehen wollen", ließ ARD-Koordinator Balkausky in einer Mitteilung am Dienstag wissen. "Bastian hat in den letzten drei Jahren gezeigt, dass er nicht nur ein unterhaltsamer Gesprächspartner ist, sondern auch hervorragend analysieren kann." Ausdrücklich lobte er auch die Fähigkeit, "kritische Themen zu benennen und einzuordnen". Das habe Schweinsteiger "im Rahmen der Fußball-WM deutlich gezeigt".

"Ich freue mich sehr, dass wir die erfolgreiche Zusammenarbeit über die Heim-EM 2024 hinaus fortsetzen", lässt sich seinerseits Bastian Schweinsteiger zitieren. "Wir haben als 'Sportschau'-Team stets den Anspruch, uns weiterzuentwickeln, um den Zuschauerinnen und Zuschauern die beste Unterhaltung und Information zu bieten."

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Endgültig vergeben und vergessen dürften damit die Querelen beim vorletzten großen Turnier sein. Vor anderthalb Jahren hatte Schweinsteiger beim EM-Spiel Ukraine gegen England "in der Halbzeitpause ohne unsere Kenntnis bei Social Media einen Post im Rahmen einer bezahlten Werbepartnerschaft veröffentlicht", zählte die ARD ihren Star damals öffentlich an. Im Duo mit Moderatorin Jessy Wellmer überzeugte der Ex-Profi auch deutlich weniger als zuletzt an der Seite Esther Sedlaczeks.

Dem Vernehmen nach soll ich unterdessen auch das ZDF dafür ausgesprochen haben, sowohl mit Ex-Nationalspieler Per Mertesacker als auch mit Fußballtrainerin Martina Voss-Tecklenburg weiterzuarbeiten. Auch Christoph Kramer soll wie gehabt als TV-Experte beschäftigt werden, allerdings weiterhin in geringerem Umfang. Der 31-Jährige ist noch immer als Profi beim Bundesligisten Borussia Mönchengladbach unter Vertrag.