Entscheidung: IHK-Haus „Unter Sachsenhausen“ wird für 40 Millionen Euro saniert

Mitglieder der Vollversammlung lehnten teurere Variante für das Gebäude ab.

Seit mehr als sieben Jahren wurde in der Industrie- und Handelskammer Köln (IHK) intensiv und mitunter sehr kontrovers diskutiert, wie es mit dem sanierungsbedürftigen Gebäude an „Unter Sachsenhausen“ weitergehen soll. Jetzt ist die Entscheidung gefallen.

Die Mitglieder der Vollversammlung stimmten dafür, die Immobilie für 40 Millionen Euro zu sanieren. Zur Abstimmung stand auch eine zweite Variante für 47 Millionen Euro, die bei Stimmengleichheit mit der Stimme des Präsidenten Werner Görg verworfen wurde.

Bereits vor zwei Jahren für Modernisierung des IHK-Gebäudes in Köln gestimmt

Zum Hintergrund: Das Parlament der Wirtschaft hatte bereits im September 2015 für eine Modernisierung gestimmt. Die Kostenprognose lag damals bei 40 Millionen Euro. Es folgten genauere Prüfungen der Bausubstanz, die ergaben, dass das Haus asbestbelastet ist. Hinzu kommt, dass der Brandschutz nicht mehr den heutigen Vorschriften genügt. Das betrifft vor allem die Entrauchung der Säle. Der dritte Kostentreiber ist die unzureichende Dachentwässerung, die etwa einem Jahrhundertregen nicht standhalten würde. In Summe wäre der Umbau in seinem ursprünglich geplanten Umfang rund sieben Millionen Euro teurer geworden.

Auf Wunsch der Vollversammlung wurde daraufhin noch mal geprüft, wo man Abstriche machen könnte, um den Kostendeckel von 40 Millionen einzuhalten. Denn dass man diese Obergrenze unbedingt einhalten wollte, war noch im vergangenen Jahr vom Präsidium immer wieder betont worden. Und den verantwortungsbewussten Umgang mit den Pflichtbeiträgen hatten auch Mitglieder der Vollversammlung immer wieder angemahnt. Zudem verfügt die Kammer über Rücklagen in Höhe von 40 Millionen Euro. Für die erweiterte 47-Millionen-Variante hätte die IHK einen Kredit aufnehmen müssen.

Keine neue Konferenzzone

Erneuert wird nun unter anderem die Gebäudetechnik. Zudem werden die alten Alu-Fester ersetzt. Kühlung und Sonnenschutz werden eingebaut sowie alle Büros und Besprechungsräume renoviert und neu möbliert. Für die Kunden wird das Service-Center aufgewertet und barrierefrei zugänglich sein. Zudem wird das ganze Gebäude vom Asbest befreit. Nicht realisiert wird in der kleineren Variante unter anderem eine neue Konferenzzone.

IHK-Präsident Werner Görg sprach nach der Abstimmung mit 36 Ja-Stimmen, 21 Nein-Stimmen sowie vier Enthaltungen von einer „historischen Entscheidung“. Er hatte sich mit dem Präsidium für 40 Millionen ausgesprochen. Nicht unerheblich dürften dabei auch politische Überlegungen gewesen sein. Denn jüngst haben in der Hamburger IHK die sogenannten Rebellen die Macht übernommen. 

Sie wollen die Pflichtbeiträge auf null setzen, was den wirtschaftlichen Exodus bedeuten könnte. Es war ein Aufregerthema, nämlich das hohe Gehalt des Hauptgeschäftsführers, das viele Hamburger Unternehmen rebellieren ließ. In Köln möchte man offenbar vermeiden, mit einem teuren Umbau Angriffsfläche zu bieten....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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