Eon und Google starten in Deutschland Solaroffensive

Solaranlage auf Wohnhaus

Auf einer digitalen Plattform von Eon und Google können Hausbesitzer ausrechnen lassen, ob sich auf ihrem Gebäude eine Solaranlage lohnen könnte. Um die potenzielle Solarenergiemenge ihrer Dachflächen zu ermitteln, müssten Hausbesitzer auf der Internetseite eon-solar.de nur ihre Adresse eingeben, teilten die beiden Unternehmen am Mittwoch mit. Dort ist die Plattform namens Sunroof eingebunden, die damit erstmals außerhalb der USA verfügbar ist.

Durch die Kombination von 3-D-Modellen, selbstlernender Software und Programmen wie Google Maps und Google Earth wird nach Unternehmensangaben die Sonnenlichtmenge für ein Jahr ermittelt. Dabei werde die Lage des Hauses ebenso berücksichtigt, wie Fläche und Neigung des Daches, Wetterdaten und der Sonnenstand nach Jahreszeit. Daraus berechnet das Programm die entsprechende Energiemenge sowie die potenzielle Kostenersparnis.

Sunroof gibt es in den USA seit 2015. Laut Eon soll die Plattform zunächst rund sieben Millionen Gebäude in Ballungsgebieten wie München, Berlin, der Rhein-Main-Region und dem Ruhrgebiet erfassen. Mittelfristig soll das Angebot, an dem neben Eon und Google auch der Softwarehersteller Tetraeder beteiligt ist, auf ganz Deutschland ausgeweitet werden.

Das Bundeswirtschaftsministerium ging in einer 2015 veröffentlichten Analyse von einem Dachflächenpotential von knapp 1.100 Quadratkilometern für Photovoltaikanlagen aus. Eon nimmt an, dass auf diesen Dächern Solaranlagen mit einer Leistung von rund 100 Gigawatt installiert werden könnten. Aktuell werde "nur ein Viertel dieses Potenzials ausgeschöpft".

Mit Sunroof wollen die Projektpartner den Ausbau der Solarenergie vorantreiben. Eon konzentriert sich seit einer Neuausrichtung Anfang 2016 auf erneuerbare Energien.

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