Eröffnung in Kalk: Jugendeinrichtung zieht in die Manteuffelstraße

Nach vielen Provisorien zieht die Jugendeinrichtung in die Manteuffelstraße

Eine jahrelange Odyssee für Mitarbeiter, Kinder und Jugendliche durch Kalk hat ein glückliches Ende gefunden. Nach 21 Jahren hat die Jugendeinrichtung Pavillon, die 1996 rund um einen Bauwagen auf einer Brachfläche auf dem damaligen Eckgrundstück von Vietorstraße und Kalker Hauptstraße gestartet war, nach neuen Umzügen ein dauerhaftes Domizil gefunden.

Die Kinder- und Jugendeinrichtung wurde jetzt im Kalker Norden auf drei Etagen in dem Neubaukomplex der Wohnungsbaugesellschaft GAG zwischen Manteuffelstraße und Remscheider Straße offiziell eröffnet.

Guter Tag für den Stadtteil

„Jugendhilfe in Köln ist manchmal unglaublich flexibel. Vor allem was die Umzugshäufigkeit angeht. Nach all den Jahren sind nun feste Räume da und auch die Finanzierung ist gesichert. Es ist also ein rundum guter Tag für den Stadtteil“, sagte Agnes Klein, die Dezernentin für Jugend, Bildung und Sport.

„Aber solch eine Einrichtung fällt nicht vom Himmel, sondern ist das Ergebnis von viel Arbeit von vielen Beteiligten.“ Die Stadt hätte aus eigenen Mitteln im Kalker Norden keine neue Jugendeinrichtung bauen können, möglich wurde dies erst durch die Kooperation mit der GAG, die die Räume in ihrem Neubauprojekt bereitstellte.

„Es ist wohl eines der letzten solcher Projekte in Köln, das Mitarbeiter und Jugendliche schon in der Bauphase mitgestalten können, also ihre Ideen und Vorschläge einbringen“, sagte Pavillon-Sprecher Michael Janas. So wurden ein Thekenbereich geplant, die Raumaufteilung verändert und zusätzliche Trennwände gezogen. „Es ist ganz toll geworden“, lobte GAG-Vorstand Kathrin Möller und erinnerte daran, dass sich die Wohnungsbaugesellschaft stets um den Fortbestand des Pavillon gekümmert hatte und dass man diese Einrichtung für Kinder und Jugendliche im Kalker Norden für sinn- und wertvoll hielt. „Es sind ja weitgehend unsere Mieter und deren Kinder, die euch besuchen.“

Fünf Tage die Woche geöffnet

Viel Lob und Anerkennung kam auch vom Kalker Bezirksbürgermeister Marco Pagano und seinen Kollegen aus der Bezirksvertretung. „Die pädagogische Arbeit hier ist klasse. Das werden wir weiterhin unterstützen.“ Darauf setzt auch Pavillon-Mitarbeiter Michael Janas: „In den Jahren 2005 bis 2007, als unsere Kasse auf Null stand, hatte die Bezirksvertretung aus ihren Mitteln etwas beigesteuert. Und auch jetzt sind schon wieder zwei Anträge unterwegs. Einmal geht es um ein gemeinsames Ferienprogramm, einmal um ein Werk-Projekt.“

An fünf Tagen in der Woche ist die Einrichtung geöffnet, die über den Pavillon-Verein von vier festen Mitarbeitern – außer Janas noch Jana Hiß, Franzi Schädlich und Daniel Weltner – sowie einigen Honorarkräften und Ehrenamtlern betrieben wird. Im offenen Treff stehen im größten Raum im Erdgeschoss Billard-Tisch, Kicker und Dart-Scheibe sowie ein Regal mit Büchern und Spielen. Im Keller gibt es einen Sportraum, einen Musikraum und einen Werkraum, der allerdings noch weiter eingerichtet werden muss.

Hilfe zur Ausbildungsplatzsuche

Im Obergeschoss gibt es Gruppenräume für Mädchen- oder Jungenarbeit, einen Medienraum und Besprechungszimmer sowie Möglichkeiten, eigenständig Hip-Hop-Songs aufzunehmen und zu produzieren. Dazu gibt es für die Jugendlichen von den Pavillon-Mitarbeitern auch Hilfe bei Problemen in Schule und Familie; bei Behördenangelegenheiten oder bei der Vorbereitung für eine Bewerbung und der Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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