Er hatte die Idee zur "Ice Bucket Challenge": Pat Quinn ist tot

Antonia Wallner
·Freie Autorin
·Lesedauer: 2 Min.

Die “Ice Bucket Challenge“ von 2014 ist bis heute die wohl bekannteste virale Netz-Aktion. Jetzt ist Patrick Quinn, einer der Gründer der Idee, gestorben – an der Krankheit, auf die er mit der Aktion aufmerksam gemacht hat.

WASHINGTON, DC - ALS Ice Bucket Challenge co-founder Pat Quinn at the Washington Post's Ingenuity 2015 millennial entrepreneurship summit on December 2, 2015 (Photo by Kate Warren for The Washington Post via Getty Images).
Pat Quinn im Jahr 2015. (Bild: Getty Images)

Im Jahr 2014 kursierten in den sozialen Medien reihenweise Videos von Nutzern und Promis, die sich Eimer mit Eiswasser über den Kopf gossen und dann einen Freund nominierten, der es ihnen innerhalb von 24 Stunden nachmachen sollte.

Auch deutsche Promis kippten sich gerne eiskaltes Wasser über den Kopf. Etwa Helene Fischer:

Oder auch BVB-Fußballer Marco Reus:

Die “Ice Bucket Challenge“ hatte trotz ihrer Komik einen ernsten Hintergrund: Die Videos waren nämlich ebenso Spendenaufrufe für die Erforschung der unheilbaren Krankheit ALS.

Ein echter “ALS-Held”

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) greift das Nervensystem des Körpers an. Betroffene können irgendwann nicht mehr sprechen, schlucken oder gehen, bevor sie schließlich an der Krankheit sterben. Über die Ursachen weiß die Forschung bisher nur sehr wenig. Die “Ice Bucket Challenge“ rückte ALS in das Bewusstsein der Öffentlichkeit – vor allem dank Patrick Quinn.

Quinn erkrankte mit 30 Jahren an ALS und hatte die Challenge mitbegründet. Jetzt ist er im Alter von 37 Jahren an der Krankheit gestorben. Die amerikanische ALS Association spricht in einer Mitteilung von Quinn als “ALS-Held“, der dazu beigetragen habe, “eine der größten Social-Media-Kampagnen der Geschichte“ ins Leben zu rufen.

Spenden in Millionenhöhe

Im Jahr 2019 verstarb bereits der Sportler Pete Frates, ein anderes Gesicht der Kampagne, an ALS. Der ehemalige College-Baseballer trug immens dazu bei, die Challenge im Netz bekannt zu machen.

Die Aktion von Frates und Quinn war enorm erfolgreich: Allein 2014 gingen laut dem US-Portal ESPN rund 220 Millionen Dollar an Spenden ein.