Erdbeben in Albanien: Helfer befürchten noch mehr Todesopfer

Bisher 23 Tote, mehr als 600 Verletzte

In Albanien geht die Suche nach Überlebenden und Opfern des schweren Erdbebens vom Dienstag weiter. Mit Baggern arbeiten sich Einsatzkräfte durch die Trümmer beschädigter Häuser.

Letzten Angaben des Verteidigungsministeriums zufolge sind 23 Menschen ums Leben gekommen. Außerdem rechnet die Regierung mit mehr als 600 Verletzten.

Das Beben der Stärke 6.4 hatte das Land am Dienstagmorgen erschüttert. In der Hauptstadt Tirana, in Durrës und einigen Landesgemeinden stürzten Häuser ein.

Die Helfer befürchten, dass in vielen Fällen jede Rettung zu spät kommen wird. Die Opferzahlen dürften weiter steigen.

Das Epizentrum lag nach albanischen Angaben zehn Kilometer nördlich von Durrës und 30 Kilometer westlich von Tirana.

Armee stellt Zelte auf

Viele Menschen verbrachten die Nacht zum Mittwoch in Zelten, die die Armee in Tirana und anderen Städten errichtet hat.

Laut der albanischen Regierung war es das stärkste Beben seit Jahrzehnten. 1979 waren bei einem anderen Beben 136 Menschen ums Leben gekommen.

Regierungschef Edi Rama versprach bei einem Besuch in Thumane, die Rettungsarbeiten würden gründlich und bis zum Ende fortgesetzt.

EU aktiviert Katastrophenmechanismus

Derweil hat die Europäische Union ihren Katastrophenmechanismus aktiviert. Rettungsteams aus Italien, Griechenland und Rumänien sind auf dem Weg nach Albanien, unter anderem haben sie Suchhunde dabei.

Andere Länder wie Deutschland, Griechenland, Italien, Serbien und Montenegro entsandten eigene Spezialkräfte nach Albanien.