Erdbeben: Wie sie entstehen und wo es besonders gefährlich ist

·Freie Autorin
·Lesedauer: 2 Min.

Erdbeben lassen sich durch die Geologie unserer Erde nicht vermeiden. Doch wie entstehen die Beben eigentlich? Kann es ein Erdbeben, wie kürzlich auf der griechischen Insel Kreta, auch in Deutschland geben? Die Fakten.

An der isländischen Grotagja-Höhle treffen sich sichtbar zwei tektonische Platten. (Bild: Getty Images)
An der isländischen Grotagja-Höhle treffen sich sichtbar zwei tektonische Platten. (Bild: Getty Images)

Durch den Klimawandel nehmen weltweit Naturkatastrophen und Extremwetter-Ereignisse zu. So hat kürzlich auf der griechischen Insel Kreta zweimal die Erde gebebt – Einheimische und Urlauber spürten das letzte Beben mit der Stärke 6.4 auf der Richterskala. Erdbeben kommen immer wieder mal vor. Oft sind sie so schwach, dass sie von den Menschen gar nicht erst wahrgenommen werden. Doch die stärkeren Beben zählen – obwohl sie nur wenige Sekunden dauern – zu den gefürchtetsten Katastrophen überhaupt. Aber wie entstehen Erdbeben überhaupt?

Wenn die Erde bebt: Wie Erdbeben entstehen

Die äußere Schicht unserer Erde besteht aus mehreren großen Krustenplatten, den sogenannten tektonischen Platten. Davon gibt es sieben große: Pazifische und Antarktische Platte, die Nord- und die Südamerikanische Platte, die Afrikanische, die Eurasische und die Australische Platte. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche kleine Platten. Alle schwimmen auf dem flüssigen Kern der Erde und sind ständig in Bewegung – aufeinander zu, aneinander vorbei oder voneinander weg. Dort, wo sich die Platten berühren, kommt es mitunter zu heftigen Spannungen und großem Druck. Wird dieser Druck zu groß, entlädt er sich – es kommt zu einem Erdbeben.

Das Gebiet, das an einem solchen Punkt liegt, wird als Epizentrum des Erdbebens bezeichnet. Von dort breiten sich die Erschütterungen dann in Wellen weiter aus.

Erdbeben: Wo kommen sie am meisten vor?

  • Pro Jahr kommt es zu einigen hundert bis tausend Erdbeben – doch die meisten davon spüren die Menschen gar nicht, weil die Erschütterungen zu schwach sind. 

  • Erst ab einer Stärke von 5 auf der Richterskala ist das Erdbeben deutlich spürbar und kann in wenigen Sekunden viel Schaden und Zerstörung anrichten. 

  • Es gibt allerdings Regionen auf der Erde, die aufgrund ihrer Lage ein Risikogebiet für Erdbeben sind, weil sie beispielsweise genau auf den Plattengrenzen oder an deren Nähe liegen. Dazu zählen beispielsweise die Westküste Nord- und Südamerikas, Indonesien, Japan, Zentralasien. Außerdem Teile von China und die Türkei. 

  • Auch in Europa bebt immer mal wieder die Erde, beispielsweise in Italien, Island oder eben Griechenland.

Kann es auch Erdbeben in Deutschland geben?

Ja, auch in Deutschland kommt es zu Erdbeben, tatsächlich sogar zu mehreren hundert pro Jahr. Diese sind allerdings so schwach, dass sie keinen Schaden anrichten und von den Menschen gar nicht erst wahrgenommen werden. 

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Die Regionen mit den meisten Beben sind etwa das Oberrheintal, die Niederrheinische Bucht, die Schwäbische Alb und das Vogtland. Im Norden gibt es dagegen kaum Erdbeben. Das letzte stärkere Erdbeben gab es 1992 im Rheinland.

VIDEO: Erdbeben vor Kreta

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