Erdoğan-Berater Ozan Ceyhun: „Es tut mir sehr leid, dass es im deutsch-türkischen Verhältnis so weit gekommen ist“

Felix Rentzsch
Ozan Ceyhun


Am kommenden Sonntag wird in der Türkei über eine Verfassungsreform abgestimmt, durch die der Präsident deutlich mehr Macht erhalten soll. Die geplanten Änderungen sind nicht nur in der Türkei umstritten. Kritiker sagen, das Land sei auf dem besten Wege, eine Diktatur zu werden. Aktuelle Wahlumfragen lassen auf ein knappes Ergebnis schließen. Laut einer Analyse des türkischen Instituts Gezici wollen nur 51,3 Prozent der Wahlberechtigten mit „Ja“ stimmen.

Beobachter gehen davon aus, dass ein Großteil der Wahlberechtigten noch unentschlossen ist. Der Meinung ist auch der frühere SPD-Europaabgeordnete Ozan Ceyhun, der inzwischen Wahlkampf für Präsident Recep Tayyip Erdoğan macht. 2015 habe es eine ähnliche Wahl gegeben, bei der ebenfalls ein knappes Rennen vorhergesagt wurde, das Gegenteil sei letztendlich eingetroffen, wie die Auszählung der Urnen gezeigt habe, so Ceyhun im Gespräch mit dem Business Insider. 

„Ich wäre nicht überrascht, wenn wir zwischen 53 und 56 Prozent der Stimmen erhalten“. Ceyhun gibt sich siegessicher. Das gelte auch für Präsident Erdoğan, betont der 56-Jährige. „Als ich am Sonntag das letzte Mal mit ihm geredet habe, ging es ihm gut. Momentan ist er an der Schwarzmeerküste unterwegs“. Auch Ceyhun eilt in diesen Tagen mit einem Bus von Termin zu Termin.

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