Erdogan besucht Geisterstadt Varosha in Nordzypern

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Hotels in Ruinen am Strand von Varosha im Oktober 2020

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan besucht am Dienstag die Geisterstadt Varosha im besetzten Nordteil Zyperns. Der von der Türkei kontrollierte Küstenort liegt direkt an der UN-Pufferzone zwischen dem türkischen Nord- und dem griechischen Südteil der Mittelmeerinsel. Erdogan hält sich seit Montag in Nordzypern auf. Mit seinem zweitägigen Besuch will er die Ansprüche Ankaras auf das Gebiet untermauern.

Zypern ist seit 1974 geteilt; damals wurde der nördliche Teil der Mittelmeerinsel von der Türkei besetzt. Die UNO bemüht sich seit Jahren um eine Vermittlung, bisher ohne Erfolg. Erdogan fordert eine dauerhafte Zwei-Staaten-Lösung für die Insel. Damit stellt er sich in Widerspruch zu den internationalen Bemühungen um eine Lösung in dem Konflikt, die eine Wiedervereinigung zwischen dem griechisch-zyprischen Süden und dem türkisch-zyprischen Norden vorsehen.

jes/ju

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