Erdogan-Referendum: Türkische Gemeinde kritisiert Integrationspolitik

Der Vorsitzende Sipahi über das Wahl-Ergebnis, Ditib und Fehler in der Politik.

Das Türkei-Referendum ist entschieden. Mit knapper Mehrheit setzten sich die Befürworter des angestrebten Verfassungsreferendums durch. Auch in Hamburg hat ein Großteil der wahlberechtigten Türken mit „Ja“ gestimmt. Die MOPO sprach mit dem Vorsitzenden der Türkischen Gemeinde Hamburg, Mesut Sipahi (69), über den Wahlausgang und was er für die deutsch-türkischen Beziehungen bedeutet.

MOPO: Herr Sipahi, Hamburgs Türken genießen in Deutschland Demokratie und Freiheit – und doch haben rund 57 Prozent für Erdogans-Präsidialsystem gestimmt. Warum?

Mesut Sipahi: Diese Frage sollten wir in erster Linie an die politisch Verantwortlichen in Hamburg stellen. Offensichtlich wurden und werden Fehler in der Integrationspolitik gemacht. Darüber muss man offen miteinander sprechen.

Vielen Deutschen Mitbürgern ist nicht klar, warum sich gerade hier in Deutschland lebende Türken für ein „Ja“ entschieden haben…

Die Türkei ist das Herkunftsland der hierlebenden türkischstämmigen Menschen. Es gibt weiterhin enge Kontakte und familiäre Bindungen dorthin. Allerdings gibt es nicht nur solche, die ihr Votum mit ja abgegeben haben, sondern viele zigtausende Mitbürger, die dagegen stimmten. Wir dürfen auch nicht übersehen, dass viele der gut integrierten „Deutschtürken" erst gar nicht zum Wählen gegangen sind. 

Genau das verwundert. Das Referendum ist eine der wichtigsten Wahlen...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen