Erdogan schürt die Lira-Krise in der Türkei — jetzt nimmt Apple das iPhone vom Markt, nachdem der Verkaufswert um 300 Dollar gesunken ist

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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan.

Die Wirtschaftskrise in der Türkei spitzt sich weiter zu. Die heimische Währung Lira befindet sich im freien Fall. Mittlerweile ziehen auch internationale Konzerne die Konsequenzen aus der schlechten wirtschaftlichen Situation. Apple nimmt nun sogar das iPhone vom türkischen Markt.

Der Wert der Lira ist am Dienstag erneut um mehr als 15 Prozent gefallen. Eine Lira entspricht aktuell 0,072 Euro. Allein im November hat die Währung ein Drittel ihres Wertes verloren. Schuld daran ist auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. Seine Kampagne für niedrige Zinsen belastet die Volkswirtschaft des Landes. Im September hat der Präsident die Zinsen von 18 auf 15 Prozent gesenkt. Die Inflation des Landes stieg indessen auf 20 Prozent an.

Apple zieht nun erste Konsequenzen aus der Krise. Auf der türkischen Homepage steht seit Dienstagabend, dass die Modelle 11, 12 und 13 "derzeit nicht lieferbar" seien, wie das "Handelsblatt" berichtet. Zuvor ist der Verkaufswert der Geräte innerhalb weniger Tage um umgerechnet 300 US-Dollar gesunken.

Bereits im Sommer 2018 fiel der Kurs der Lira stark. Die Zentralbank musste daraufhin die Zinsen abrupt anheben. Eine Rezession folgte. Doch Erdogan hält weiter an der niedrigen Zinspolitik fest. Es besteht die Gefahr, dass die Lira weiter fällt und die Inflation in der Türkei steigt.

kh

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