Erdogan: Westen hat Energiekrise provoziert und schickt "Schrott" in die Ukraine

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat dem Westen vorgeworfen, die Energiekrise selbst provoziert zu haben. Am Rande eines Besuchs in Serbiens erklärte der türkische Staatschef, über gegenseitige Provokation könne man zu keinem Ergebnis gelangen. "Jetzt denken alle angestrengt darüber nach, wie sie diesen Winter überstehen sollen", sagte Erdogan. "Wieso habt ihr euch das nicht früher überlegt?"

Erdogan warf bei diesem Besuch in Serbien dem Westen auch vor, nur "Schrott" als Waffen in die Ukraine zu liefern. Er erwarte kein baldiges Ende des Krieges.

Eigentlich ist Erdogan in Serbien, um über die Stabilität auf dem Westbalkan zu sprechen.

Erdogan: "In Bezug auf Kosovo und Serbien wollen wir Unterstützung leisten. Wir haben positive Entwicklungen gesehen, und ich hoffe, dass diese weitergehen, weil der Balkan diese Art von Problem nicht mehr tolerieren kann.

Der serbische Präsident Aleksander Vucic versicherte, er sei sich der Verpflichtungen Serbiens in Bezug auf die Stabilität des Balkans bewusst: "Wir haben lange über alle wichtigen Themen gesprochen, über Stabilität in der Region, darüber, wie wichtig es ist, den Frieden zu bewahren, und ich habe betont, dass ich das Dayton-Abkommen und die Republika Srpska innerhalb von Bosnien und Herzegowina respektiere."

Die Türkei beteiligt sich am Bau der Autobahn, die Belgrad mit Sarajevo verbindet. Die EU und die Länder der Region sehen die Fertigstellung des Straßenverkehrsprojekts als positives politisches Zeichen in eher schwierigen Zeiten.