Erfindung: Maske verändert ihre Farbe, wenn sie zu lang getragen wird

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Ein junger Italiener hat eine Maske erfunden, die zeigt, wann sie ausgetauscht werden muss: Sie verändert ihre Farbe, wenn sie zu lange getragen wurde.

Werden FFp2-Masken zu feucht, verlieren sie ihre Filterwirkung
Mit der Zeit, und wenn sie zu feucht werden, verlieren FFP2-Masken ihre Filterwirkung. (Symbolbild: gettyimages)

Eine Maske, die ihre Farbe verändert, wenn sie ihre Filterwirkung verliert: Auf diese Idee ist ein mittlerweile 19-jähriger Student aus Italien gekommen. Und er hat sogar schon ein Patent dafür angemeldet.

Maske verliert Filterwirkung mit der Zeit

Sein Name ist Viorel Ionut Bohotici, seit kurzem studiert er Elektrotechnik an der Politecnico di Torino, einer ingenieurwissenschaftlichen Universität in Turin. Doch auf die Idee einer farbverändernden Maske ist er schon vor rund einem Jahr gekommen, als er eine Online-Umfrage gelesen hatte. Darin stand, dass 72 Prozent der Teilnehmenden ihre Maske falsch tragen würden – in den meisten Fällen zu lang: über acht Stunden am Stück. So berichtet es "AnconaToday".

Das Problem: Mit der Zeit durchfeuchten Masken durch den Atem, wodurch sie ihre Filterwirkung verlieren. Zwar können Masken erneut getragen werden, dazu müssen sie aber vollständig trocknen – das dauert bei Raumtemperatur rund sieben Tage. Die FH Münster empfiehlt dazu, eine Maske für jeden Wochentag zu nutzen.

Experimente neben den Abivorbereitungen

Bohotici hat sich für seine Maske in der Lebensmitteltechnologie inspirieren lassen. Dort wird ein ähnliches Verfahren angewendet, um durch eine biochemische Reaktion abgelaufene Produkte anzuzeigen. Bohotici hat diesen Prozess dann auf chirurgische Gesichtsmasken übertragen. Doch ganz so einfach war das gar nicht: Rund ein Jahr lang hat es gedauert, bis seine Idee auch in der Praxis funktioniert hat.

Dazu stand der mittlerweile 19-Jährige neben seinen Abiturvorbereitungen, erst vergangenes Jahr hat er seinen Abschluss gemacht, regelmäßig im Schullabor und hat dort experimentiert. Bis es geklappt und er ein Patent für seine Erfindung angemeldet hat.

Noch kein griffiger Name

Wer die Maske trägt, kann so ganz leicht selbst prüfen, ob sie noch ausreichend die Atemluft filtert. Oder eine umstehende Person kann den Träger oder die Trägerin darauf hinweisen, dass sich die Maske verfärbt hat – und sie gewechselt werden sollte. Mittlerweile, so schreibt es "Tag24", kann Bohotici sein Verfahren nicht nur auf chirurgische Masken anwenden, sondern auch auf den FFP2-Standard.

Der Student hat mit seiner Erfindung, die sogar auf der bis Ende März stattfindenden Weltausstellung in Dubai bestaunt werden kann, nicht nur ein großes Medienecho ausgelöst. Auch zahlreiche Hersteller von Medizinprodukten aus Italien sind laut eigenen Aussagen auf ihn zugekommen und wollen sein Produkt vertreiben. Wann sie auf aber tatsächlich auf den Markt kommt oder ob die Maske auch wirklich hält, was sie verspricht – das ist bislang nicht bekannt. Dazu kommt: Bei all dem Trubel hatte Bohotici noch nicht einmal Zeit, sich einen griffigen Namen für seine Innovation zu überlegen.

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