Erfurt erwartet rund 120.000 Besucher zu Einheitsfeiertag am 3. Oktober

Zu den zentralen Feiern zum Tag der Deutschen Einheit erwartet Erfurt etwa 120.000 Gäste. Auch in den aktuell schwierigen Zeiten solle der 3. Oktober Anlass sein, miteinander zu feiern, sagte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) am Montag in Erfurt. Das Fest vom 1. bis zum 3. Oktober in der Thüringer Landeshauptstadt steht unter dem Motto "zusammen wachsen".

Neben dem dreitägigen Bürgerfest gibt es am 3. Oktober einen ökumenischen Gottesdienst im Erfurter Dom und anschließend den Festakt zum Tag der Deutschen Einheit im Theater Erfurt. Die 16 Bundesländer präsentieren sich auf einer Ländermeile, ebenso die Stadt Erfurt und unter anderem der Bundestag, der Bundesrat, die Bundesregierung und das Bundesverfassungsgericht.

Die Friedensbewegung und die Bürgerrechtsbewegung in der DDR würden im Programm ebenfalls einen "festen Platz" haben und sich verbinden mit den aktuellen Herausforderungen, sagte Ramelow. Der Ministerpräsident rechnet wie auch Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) für den 3. Oktober, der auf einen Montag fällt, mit Demonstrationen etwa gegen die hohen Energiepreise. Dies sei ein "Bürgerrecht", betonte Ramelow. Bausewein sagte, es dürfe aber nicht sein, dass Veranstaltungen zum Einheitsfeiertag gestört würden.

Rund um den Feiertag soll es kein Feuerwerk, sondern Lichtinstallationen geben. Um den Energieverbrauch der Installationen zu kompensieren, werden Straßenlaternen abgeschaltet. Zudem soll es Installationen in Blau-Gelb geben, als "Zeichen der Solidarität mit der Ukraine", wie Ramelow sagte.

Die offizielle Feier zum Tag der Deutschen Einheit findet seit 1990 immer in dem Bundesland statt, das zu diesem Zeitpunkt den Bundesratspräsidenten stellt - in diesem Fall Ramelow. Thüringen übernahm am 1. November 2021 den Bundesratsvorsitz von Sachsen-Anhalt. Im vergangenen Jahr wurde der zentrale Einheitsfeiertag in Halle begangen.

hex/cfm