Ermittler suchen mit neuen Plakaten nach RAF-Mitgliedern Garweg und Staub

Im Zusammenhang mit der Fahndung nach den beiden mutmaßlichen RAF-Terroristen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub haben die Ermittler neue Fahndungsplakate veröffentlicht. Das teilte das niedersächsische Landeskriminalamt (LKA) am Mittwoch mit. (David GANNON)
Im Zusammenhang mit der Fahndung nach den beiden mutmaßlichen RAF-Terroristen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub haben die Ermittler neue Fahndungsplakate veröffentlicht. Das teilte das niedersächsische Landeskriminalamt (LKA) am Mittwoch mit. (David GANNON)

Im Zusammenhang mit der Suche nach den beiden untergetauchten mutmaßlichen RAF-Terroristen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub haben die Ermittler neue Fahndungsplakate veröffentlicht. Wie das niedersächsische Landeskriminalamt (LKA) in Hannover am Mittwoch mitteilte, sollen die Plakate bundesweit verteilt werden. Derzeit werten die Ermittlungsbehörden demnach noch hunderte neue Hinweise aus. Diese seien seit der Festnahme der mutmaßlichen RAF-Terroristin Daniela Klette Ende Februar in Berlin eingegangen.

Garweg und Klette dürften nach bisherigen Erkenntnissen in Berlin "in sehr engem Kontakt" gestanden haben, wie das LKA nun erklärte. Garweg hielt sich demnach seit vielen Jahren an verschiedenen Orten in Berlin auf. Er habe zwei Hunde besessen und seine Identität mit mehreren falschen Namen verschleiert. Auch in der Wohnung Klettes habe sich Garweg aufgehalten.

Dort seien zudem Spuren des zweiten Gesuchten, Ernst-Volker Staub, gefunden worden, teilte das LKA weiter mit. Die Auswertung von rund 760 Hinweisen, die seit der Festnahme Klettes eingegangen waren, dauerte demnach noch an.

Garweg und Staub sollen gemeinsam mit Klette bewaffnete Raubüberfälle auf Geldtransporter und Supermärkte begangen haben. Durch die Überfälle soll das mehr als 30 Jahren flüchtige Trio sein Leben im Untergrund finanziert haben. Früher sollen die drei zur früheren Kommandoebene der RAF gehört haben und an Anschlägen beteiligt gewesen sein.

Die linksextremistische Rote Armee Fraktion (RAF) war von Anfang der 1970er bis Anfang der 1990er Jahre aktiv. Der Gruppierung werden mehr als 30 Morde zugeschrieben. 1998 erklärt sich die RAF nach Jahren der Inaktivität für aufgelöst.

tbh/bro