Ermittlungen im Fall Peggy eingestellt: SAT.1 kündigt brisante Doku an

teleschau
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Die Staatsanwaltschaft Bayreuth hat die Ermittlungen im Fall Peggy eingestellt. Auf die spektakuläre Wende reagiert nun auch SAT.1: Der Sender zieht die Doku "Mordfall Peggy - Der Täter ist noch unter uns" vor - und bewirbt sie mit der Aussicht auf exklusive Interviews.

Abermals gibt es im Fall der ermordeten Peggy eine Wende: Die Staatsanwaltschaft Bayreuth stellt die Ermittlungen nach fast 20 Jahren der Tätersuche ein. Darauf reagiert nun auch das deutsche Fernsehen: SAT.1 zieht seine Dokumentation unter dem Titel "Mordfall Peggy - Der Täter ist noch unter uns" aus dem aktuellen Anlass vor - auf Montag, 26. Oktober, 20.15 Uhr. Der Sender bewirbt den Film, der ursprünglich am 9. November ausgestrahlt werden sollte und "Licht ins Dunkel" bringen soll, mit der Aussicht auf "exklusive Interviews" - unter anderem mit dem zuletzt Tatverdächtigen Manuel S.

Investigativ-Reporter Christoph Lemmer, der seit zehn Jahren zu dem Fall recherchiert und ihn laut Sender "wie kein anderer" kennt, soll die Geschehnisse rund um das getötete Mädchen neu aufrollen und bewerten. Bereits einmal führten die Recherchen des Reporters dazu, dass auch die Polizei neue Erkenntisse gewinnen konnte.

Im Fokus der neuen Doku stehen die aktuellen Entwicklungen und die Frage, ob nun wirklich ein "Cold Case" droht. Denn noch immer ist nicht klar, was mit der damals neunjährigen Peggy Knobloch aus Lichtenberg geschah, die 2001 auf dem Heimweg von der Schule spurlos verschwand. Zehn Jahre lang saß ein geistig behinderter Mann unschuldig im Gefängnis, 2016 wurde die Leiche des Mädchens gefunden.

Experten wie Norbert Rank geben ihre Bewertung zum Fall ab: "Der Fall Peggy dokumentiert das Scheitern des Rechtsstaats", sagt der Lichtenberger Stadtrat. Es sei ein Fall, "bei dem man nicht an der Wahrheit interessiert war", meint im Film auch Gudrun Rödel, die Betreuerin des unschuldig Verurteilten.