Ermittlungen gegen Arzt in Belgien wegen Impfbetrugs in 2000 Fällen

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Demonstration gegen Corona-Maßnahmen am Sonntag in Belgien (AFP/LAURIE DIEFFEMBACQ)

In Belgien wird gegen einen Arzt wegen Impfbetrugs in 2000 Fällen ermittelt. Der Mediziner soll hunderte Male falsche Corona-Impfungen an die Behörden gemeldet haben, wie die wallonische Gesundheitsministerin Christie Morreale am Dienstag bekanntgab. Der Arzt habe sich unter anderem für Injektionen bezahlen lassen, die gar nicht stattfanden. Ziel war es zudem, den Patienten einen Gesundheitspass zu verschaffen, um so den geltenden Beschränkungen für Ungeimpfte entgehen zu können.

"Es handelt sich um einen Impfbetrug seitens eines Arztes, der eine astronomische Anzahl von Personen registriert hat, die er angeblich geimpft hat", sagte Morreale. Die Justiz und die Ärztekammer befassten sich bereits mit dem Fall. Neben dem Arzt müssen auch die Menschen, die von dem Betrug profitiert haben, mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen.

In Belgien stiegen zuletzt die Corona-Fallzahlen rasant. Die Behörden fürchten eine Überlastung der Krankenhäuser im Zuge der täglich rund 15.000 gemeldeten neuen Fälle.

Darüber hinaus kommt es in Belgien, wie auch anderswo in Europa, zu einer zunehmenden Polarisierung zwischen Geimpften und Ungeimpften, die sich als Verteidiger der "Freiheit" sehen. Am Sonntag nahmen in Brüssel nach Angaben der Polizei 35.000 Menschen an einer Demonstration für "Freiheit" teil. Es kam zu Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften. Rund 75 Prozent der Belgier sind vollständig geimpft.

mkü/

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