Ermittlungen gegen zwei Tourführer nach tödlichem Unfall in Starzlachklamm

Nach dem Tod einer 27-Jährigen in der Starzlachklamm im Allgäu bei einer Canyoningtour hat die Staatsanwaltschaft ein Verfahren gegen zwei Tourführer eingeleitet. Wie die Polizei in Kempten am Montag mitteilte, wird den beiden die fahrlässige Tötung der Frau zur Last gelegt. Die Guides, eine 32 Jahre alte Frau und ein 49 Jahre alter Mann, hatten demnach die Gruppe mit der 27-Jährigen betreut.

Ein weiteres Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung leitete die Staatsanwaltschaft gegen zwei weitere 38- und 60-jährige Führer ein, welche die weitere Gruppe eines 31-jährigen Schwerverletzten leiteten. Eine der zentralen Fragen der Ermittlungen werde der Umstand sein, warum sich die Gruppen trotz der Witterung und des schnell ansteigenden Wasserpegels in der Starzlachklamm befanden, hieß es.

Als der Bach Starzlach am Samstag wegen eines Gewitters sehr schnell anschwoll, hielten sich mehrere Gruppen, die an Canyoning-Touren teilnahmen, in dem schmalen Felstal auf. Einige dieser Gruppen wurden von dem binnen zehn bis 15 Minuten rasch ansteigenden Pegel durch die Wassermassen abgeschnitten. Mindestens acht Menschen wurden dabei eingeschlossen und mindestens drei mitgerissen.

Neben der 27-jährigen, die später tot gefunden wurde, wurden ein 31-jähriger Mann schwer und ein 49-jähriger leicht verletzt. Der Leichtverletzte konnte die Klinik noch am Sonntag wieder verlassen. Der Schwerverletzte befand sich hingegen noch immer in stationärer Behandlung, Lebensgefahr bestand den Angaben zufolge aber nicht.

awe/cfm