Ermittlungen zum Tod von argentinischer Fußball-Legende Maradona ausgeweitet

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Wandzeichnung von Maradona in Bueonos Aires

Gut zwei Monate nach dem Tod des argentinischen Fußball-Nationalhelden Diego Maradona hat die Justiz die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung auf weiteres medizinisches Personal ausgeweitet. Untersucht werde nun auch die Rolle eines Psychologen, eines Pflegers und einer Pflegerin, berichteten argentinische Medien am Montag unter Berufung auf eine Justizquelle. Sie sollen demnach noch in dieser Woche von der zuständigen Generalstaatsanwaltschaft in San Isidro befragt werden.

Der Psychologe und die beiden Pfleger sollen Maradona während seiner letzten Tage begleitet haben. Die Staatsanwaltschaft will klären, ob sie dabei in irgendeiner Weise fahrlässig gehandelt haben könnten. Bereits kurz nach dem Tod Maradonas hatte die Staatsanwaltschaft Ende November Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung gegen den Mediziner Leopoldo Luque und die Psychiaterin Agustina Cosachov eingeleitet.

Maradonas Töchter Dalma, Gianinna und Jana hatten zuvor Kritik geübt an der Art und Weise, wie Maradona zuletzt in seiner Residenz behandelt worden sei. Die Fußball-Ikone hatte sich in Tigre nahe der Hauptstadt Buenos Aires von einer Gehirnoperation erholt. Dort starb Maradona am 25. November.

Laut Autopsie hatte er unter Leber-, Nieren- und Herz-Kreislauf-Problemen gelitten. Spuren von Alkohol oder Betäubungsmittel wurden nicht gefunden. Eine erste Untersuchung des Leichnams hatte ergeben, dass Maradona Wasser in den Lungen hatte und sein Herz wegen einer Herzmuskelerkrankung versagte.

Maradona gilt als einer der besten Fußballer aller Zeiten, sein Tod im Alter von 60 Jahren sorgte für Bestürzung in der Welt des Sports. Das Leben des früheren Weltmeisters war nach seiner aktiven Karriere von vielen Aufs und Abs sowie von Drogen- und Alkoholabhängigkeit geprägt; Maradona hatte immer wieder mit Gesundheitsproblemen zu kämpfen. So erlitt er zwei Herzinfarkte, erkrankte an Hepatitis und ließ sich wegen Übergewichts einen Magen-Bypass legen.

yb/ju