Ermittlungen wegen mutmaßlich geplanten Anschlags auf Fußballspiel eingestellt

Knapp eineinhalb Jahre nach einem wegen einer Terrorwarnung abgesagten Fußball-Länderspiels in Hannover hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen wegen eines mutmaßlich geplanten Anschlags eingestellt. Es gebe keine "weiterführenden Erkenntnisse", teilte die Behörde am Freitag in Karlsruhe mit. Im November 2015 war wenige Tage nach den Anschlägen in Paris das Spiel zwischen Deutschland und den Niederlanden kurz vor dem Anpfiff abgesagt worden.

Laut einem Hinweis des Bundesamtes für Verfassungsschutz plante eine Gruppe von mindestens fünf Attentätern Sprengstoffanschläge im Stadion sowie auf den öffentlichen Nahverkehr in Hannover, wie die Bundesanwaltschaft mitteilte. Der Anführer der Gruppe sollte demnach die Explosionen filmen. Zu seiner Identität hätten keine nachrichtendienstlichen Erkenntnisse vorgelegen.

Zu dem in dem Hinweis des Verfassungsschutzes genannten Namen eines angeblichen Mitglieds der Gruppe habe kein Tatverdächtiger ausfindig gemacht werden können, erklärte die Karlsruher Behörde. Auch der Verdacht gegen einen im Stadion eingesetzten Ordner habe sich nicht weiter erhärten lassen. Dieser hatte laut Bundesanwaltschaft von sich Filmaufnahmen mit islamistischem Inhalt gemacht.

Die Bundesanwaltschaft hob hervor, dass die Ermittlungen wegen des mutmaßlich geplanten Anschlag wieder aufgenommen würden, falls sich "neue erfolgsversprechende Ermittlungsansätze" ergäben.

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