Ermittlungen wegen Verhetzung und Mobbing bei Gebirgsjägern

Gebirgsjäger in Bad Reichenhall bei einer Übung. Foto: Sven Hoppe/Illustration

Wegen sexueller Belästigung, Volksverhetzung und Verstößen gegen das Tierschutzgesetz ermittelt die Staatsanwaltschaft Traunstein gegen mehrere Gebirgsjäger der Bundeswehr im oberbayerischen Bad Reichenhall.

Die Ermittlungen liefen bereits seit Februar, teilte ein Sprecher mit. Gegen einen Soldaten richten sich Vorwürfe wegen Mobbings und «sexualbezogener Verfehlungen». Gegen drei weitere Soldaten werde in zwei weiteren Fällen wegen Volksverhetzung und wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Nähere Angaben zu den Vorwürfen wollte der Sprecher nicht machen.

Nach Bekanntwerden entwürdigender Rituale in einer Kaserne im baden-württembergischen Pfullendorf beschäftigen Berichte über Missstände bei den Gebirgsjägern in Bad Reichenhall die Truppe. Ein Soldat soll dort einem Schreiben des Verteidigungsministeriums zufolge von Kameraden und Vorgesetzten sexuell belästigt und genötigt worden sein.

Der Soldat hatte sich bereits im Oktober 2016 an den Wehrbeauftragten gewandt. Die Vorfälle ereigneten sich demnach zwischen November 2015 und September 2016. Die Bundeswehr ermittelt gegen insgesamt 14 Soldaten.

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