Ermittlungen wegen Volksverhetzung nach Rechtenaufmarsch in Dortmund

Nach dem rechtsextremen Aufmarsch im nordrhein-westfälischen Dortmund am vergangenen Freitag ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft wegen des Anfangsverdachts der Volksverhetzung. Die dort skandierten "antisemitischen Aussagen" würden in einem Strafverfahren geprüft, teilten die Ermittler am Mittwoch mit. Dieser ergebe sich "aus den skandierten Parolen, den gezeigten Spruchbändern und den äußeren Gesamtumständen der Demonstrationen".

Es würden "umfangreiche Beweismittel wie Zeugenaussagen, Videos und Fotomaterial" ausgewertet, hieß es weiter. Polizeipräsident Gregor Lange zeigte sich "froh und erleichtert, dass diese antisemitische Hetze in einem Strafverfahren mündet". Am Freitagabend waren rund hundert Rechtsextremisten durch Dortmund gezogen, dabei wurden laut Zeugen auch antisemitische Parolen gerufen.