Erneuerbare Energien für ein Viertel der Bundesbürger attraktive Geldanlage

Windpark in Brandenburg

Windparks, Solarstromanlagen oder Wasserkraftwerke sind für ein Viertel der Bundesbürger eine attraktive Geldanlage. Allerdings gibt es große regionale Unterschiede, wie eine der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag vorliegende Umfrage des Ökostromanbieters Green City zeigt. Während in den alten Ländern bereits sieben Prozent der Befragten in Erneuerbare Energien investiert haben, sind es in Ostdeutschland nur zwei Prozent. Im Bundesschnitt sind es sechs Prozent.

Am größten ist das Interesse an den grünen Geldanlagen in Hamburg, wo sich 43 Prozent ein Investment vorstellen könnten. Auch in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg sind die Menschen daran überdurchschnittlich interessiert. Ausgerechnet im Windenergieland Mecklenburg-Vorpommern ist die Skepsis am größten: Hier finden nur sechs Prozent Windparks als Anlage attraktiv.

Unterschiede gibt es auch zwischen den Geschlechtern, Altersgruppen und Bildungsschichten. So würden 29 Prozent der Männer ihr Geld in Ökostrom-Anlagen stecken, aber nur 22 Prozent der Frauen. Junge Menschen zwischen 20 und 29 Jahren stehen einem grünen Investment mit 30 Prozent offener gegenüber als ältere. Und während 43 Prozent der Menschen mit Abitur in Solarstrom anlegen würden, sind es nur 14 Prozent der Menschen mit Hauptschulabschluss. Die Ergebnisse stammen aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts GfK Nürnberg unter rund 1700 Menschen im Februar.