Erneut tausende Menschen bei Kundgebungen für Europa in elf Ländern

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Erneut haben in dutzenden europäischen Städten tausende Menschen für ein vereintes Europa demonstriert. Nach Angaben der Bewegung Pulse of Europe fanden am Sonntag Kundgebungen in 68 Städten in elf Ländern der Europäischen Union statt. In Deutschland waren neben den Millionenmetropolen Berlin, Hamburg, Köln und München auch viele kleinere Städte vertreten. Ein zweiter Schwerpunkt lag in Frankreich, weitere Kundgebungen gab es in neun weiteren westlichen EU-Staaten.

In Berlin versammelten sich tausende Menschen am Gendarmenmarkt im Zentrum. In einer Ansprache erinnerte die Publizistin Lea Rosh an die leidvollen Kriegserfahrungen des Kontinents. "Nie wieder Verdun, nie wieder Stalingrad", sagte sie und rief dazu auf, populistischen und autokratischen Tendenzen und Politikern die Stirn zu bieten.

Auch weitere Redner plädierten für einen entschlossenen Einsatz zur Verteidigung der EU. Zum 60. Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge, mit denen die Gemeinschaft 1957 begründet worden war, sang die Menge "Happy Birthday", gefolgt von der Europahymne "Freude schöner Gotterfunken".

Die Initiatoren der Bürgerbewegung Pulse of Europe wollen nach eigenen Angaben einen Beitrag dazu leisten, dass es auch nach den bevorstehenden Wahlen in Frankreich und Deutschland ein vereintes, demokratisches Europa gibt. Anhänger der Bewegung demonstrieren seit Wochen jeden Sonntag, wöchentlich kommen neue Orte hinzu.

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