Erneut Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizei in Venezuela

Bei der vierten Demonstration innerhalb einer Woche hat es in Venezuelas Hauptstadt Caracas am Samstag erneut Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei gegeben

Bei der vierten Demonstration innerhalb einer Woche hat es in Venezuelas Hauptstadt Caracas am Samstag erneut Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei gegeben. Maskierte Protestteilnehmer warfen Steine und Molotowcocktails auf die Einsatzkräfte, wie AFP-Reporter berichteten. Die Polizei setzte Tränengas und Gummigeschosse ein. An dem Protest nahmen rund 4000 Menschen teil.

Die Demonstration gegen den sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro und seine Regierung war geprägt von einer behördlichen Anordnung vom Freitag, wonach Oppositionsführer Henrique Capriles die Ausübung politischer Ämter für 15 Jahre verboten wird. Capriles schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter: "Wer zuletzt lacht, lacht am besten! Wir sehen Dich auf den Straßen von Venezuela, Nicolás Maduro. Wir werden nicht nachlassen."

Auf Capriles Anordnung hin schwenkte der Demonstrationszug in Richtung des Regierungsviertels um, wo eine Kundgebung von Maduro-Anhängern stattfand. Um die Demonstranten zurückzudrängen, setzte die Polizei Tränengas und Gummigeschosse gegen die Protestteilnehmer ein. "Sie haben uns mit Gas und Gummigeschossen empfangen", sagte der oppositionelle Abgeordnete Juan Andrés Mejía. "Sie bleiben dabei, sich mit der Diktatur gemein zu machen, aber wir werden weitermachen."

In Venezuela schwelt seit Monaten ein Machtkampf zwischen der Regierung und der rechtsgerichteten Opposition. Die Regierungsgegner kämpfen für eine Volksabstimmung über eine Amtsenthebung des Präsidenten. Sie machen ihn für die schwere Wirtschaftskrise im Land verantwortlich.

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