„Es ist erschütternd“ - Spaziergänger finden im Wald in aufgeweichtem Karton acht Katzenbabys

Die ausgesetzten Katzenbabys<span class="copyright">Tierschutzverein Rosenheim/Instagram</span>
Die ausgesetzten KatzenbabysTierschutzverein Rosenheim/Instagram

Spaziergänger haben in Rosenheim acht Katzenbabys in einem Karton im Wald entdeckt. Die Tiere wurden ins Tierheim gebracht, wo sie nun um ihr Überleben kämpfen.

Acht Katzenbabys haben Unbekannte in einem Waldstück zwischen Lohholz und Harthausen bei Rosenheim in Bayern ausgesetzt. Spaziergänger fanden die Tiere in einem durchnässten Karton, auf dem in rosa Schrift "Hilfe!“ stand.

Die Katzenbabys hatten weder Wasser noch Futter und wurden sofort ins Rosenheimer Tierheim gebracht. Der Gesundheitszustand der Tiere sei miserabel, schreibt das Tierheim auf Instagram und zeigt Fotos der Katzen. „Fieber, eitrige und teilweise geschwollene Augen und teilweise deutliche Atembeschwerden. Die aufgedunsenen Bäuche der Katzenkinder deuten zudem auf Darmparasiten hin“, heißt es weiter.

 

Die Tiere würden nun zunächst tierärztlich versorgt. „Es bleibt abzuwarten, ob die Kleinsten der Kätzchen mit starkem Katzenschnupfen überleben und ob wir allen Tieren das Augenlicht erhalten können.“ Die Tiere seien an Menschen gewöhnt und zutraulich, stammen also vermutlich von zahmen Freigängerkatzen ab.

„Warum setzt man so kleine Katzen aus?“

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Tierheims sind entsetzt. „Warum setzt man so kleine Katzen aus und nimmt ihren Tod billigend in Kauf? Eine Abgabe direkt im Tierheim hätte den Tieren wahrscheinlich viele Stunden im Karton ohne Wasser und Futter erspart“, heißt es auf Instagram.

„Es ist erschütternd, wie grausam Menschen sein können“, sagte eine Sprecherin des Tierheims dem "Oberbayerischen Volksblatt". Die Polizei ermittelt wegen Tierquälerei.

Tierquälerei wird in Deutschland bestraft

In Deutschland regelt das Tierschutzgesetz den Umgang mit Tieren. Laut § 17 des deutschen Tierschutzgesetzes wird Tierquälerei wie folgt bestraft: „Wer ein Tier ohne vernünftigen Grund tötet oder einem Wirbeltier aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden oder länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Zusätzlich kann das Gericht laut § 20a des Tierschutzgesetzes einem Verurteilten verbieten, für eine bestimmte Zeit oder auf Lebenszeit Tiere zu halten oder mit ihnen zu handeln.