Erst Covid, dann Klimawandel: Reisebranche stellt sich beim WTM neuen Herausforderungen

Erst Covid, dann Klimawandel: Reisebranche stellt sich beim WTM neuen Herausforderungen

Extreme Wettererphänomene, wirtschaftliche und geopolitische Unsicherheit: Die weltweite Reise- und Tourismusbranche sieht sich auf der jährlichen Fachmesse World Travel Market in London mit neuen Herausforderungen konfrontiert.

"Eine der Herausforderungen ist natürlich der finanzielle Druck, den wir in den letzten Jahren erlebt haben, sie hohen Zinssätze., erklärt Vasyl Zhygalo Portfolio-Direktor des World Travel Market. "Aber was wir auch gesehen haben, ist, dass die Leute nicht bereit sind, aufs Reisen zu verzichten, sie geben immer noch Geld für Reisen aus."

Die Menschen wollen reisen, wann immer sie können

Der von Rekordtemperaturen und Waldbränden geprägte Sommer stellte das Reiseziel Griechenland vor große Probleme. Die Klimakrise ist eine der größten Herausforderungen für dieTourismusbranche, bestätigt Dimitris Frangakis von der Griechischen Nationalen Tourismusorganisation.

"Ich bin optimistisch, denn wir haben einen Plan zur Anpassung unserer Wirtschaft, unserer Gesellschaft, unserer Umwelt und natürlich unserer Tourismusindustrie an den Klimawandel. Ich denke, wir werden es schaffen, den Tourismus nicht zu sehr zu beeinträchtigen."

Der internationale Reiseverkehr hat sich nach der Covid-Krise erholt. Die Zahl der touristischen Ankünfte erreichte zwischen Januar und Juli 2023 84 Prozent des Niveaus vor der Pandemie, so das Fazit der UN-Welttourismusorganisation.

Tourismus-Experte Dave Goodger erläutert: "Die Leute wollen eher Pauschalreisen. Sie suchen nach billigeren Reisezielen. Gleichzeitig erleben wir aber auch einen regelrechten Boom bei Luxusreisen. Auf dem Reisemarkt ist also für jeden etwas dabei. Die Menschen wollen wirklich raus und reisen, wann immer sie können."

"Verantwortungsbewusste Reisende sind für uns sehr wichtig"

Die Reisenden sind wieder da - en masse. Touristische Reisziele legen nun den Schwerpunkt darauf, die Zahlen unter Kontrolle zu halten.

"Verantwortungsbewusste Reisende sind für uns sehr wichtig", bestätigt Anna Kekelia von der Georgischen Nationale Tourismusbehörde." Das bedeutet, dass wir mehr Wert auf Qualität als auf Quantität legen..Das bedeutet, dass wir in diesem Stadium auch über Resorts nachdenken, in denen man zum Beispiel nicht einmal Auto fahren darf - und diese und entwickeln."

Die Reise- und Tourismusbranche befindet sich im Anpassungsmodus, während sie ihre Zukunft für 2024 und darüber hinaus plant.