Erste Berichte über Hamsterkäufe: Wie sinnlos sind sie?

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Zweitweise wurde der Kauf von Klopapier im Frühjahr auf nur wenige Packungen beschränkt. (Bild: imago images/Sabine Gudath)
Zweitweise wurde der Kauf von Klopapier im Frühjahr auf nur wenige Packungen beschränkt. (Bild: imago images/Sabine Gudath)

Die Corona-Kkrise verschärft sich dramatisch und schon gibt es die ersten Berichte über Hamsterkäufe in Deutschland. Aldi Süd verzeichnet einem Bericht der "Wirtschafswoche" zufolge etwa eine erhöhte Nachfrage nach Klopapier, Nudeln und Mehl. In Grenzregionen zu Frankreich wurde ebenfalls von Engpässen berichtet. Auch hier stand wieder Toilettenpapier auf der Einkaufsliste der Menschen, aber auch Tabakwaren. Hintergrund: Viele Franzosen decken sich mit in Deutschland billigeren Zigaretten ein, um einem möglichen Lockdown oder Grenzschließungen zuvorkommen.

Doch ist die ganze Aufregung wirklich notwendig und angebracht? Aldi-Mitbewerber Lidl bestätigte zwar ebenfalls eine erhöhte Nachfrage bei Hygiene-Artikeln, man sei aber "gut vorbereitet" und könnte sämtliche Filialen mit ausreichend Ware versorgen. Auch Aldi gab bekannt, dass man auf Nachfrageschwankungen so reagieren könne, dass Lieferengpässe ausbleiben würden. Es gäbe "keinerlei Anlass" zu Hamsterkäufen.

Der Chef des Bundeskanzleramtes, Helge Braun (47, CDU), sagte am Freitag im "ntv-Frühstart", dass sich keiner Sorgen machen müsse: "Die Versorgung im Einzelhandel ist gewährleistet." Ein normales Einkaufsverhalten sei völlig in Ordnung, auch wenn er die Corona-Lage als "deutlich ernster" als im Frühjahr einschätzt. Man erwarte nicht, dass die Zahlen morgen geringer werden würden. Man tue noch zu wenig, um die Infektionen unter Kontrolle zu halten. Einen Lockdown brauche man aber "jetzt nicht".

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